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  • Eröffnungsvortrag
  • Rathaushalle / Festsaal
  • Eröffnung am 27. Januar 2013

Eröffnungsvortrag der Studentin Susanne Dräger von der Europa-Universität Viadrina zur Ausstellung „eigenWilligkeit“

In Rathaushalle und Festsaal begann am 27. Januar 2013 die Ausstellung „eigenWilligkeit“: fünf junge Künstler aus Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. Für den Eröffnungsvortrag war keine Kunsthistorikerin vorgesehen, sondern Susanne Dräger, die an der Frankfurter Europa-Universität Viadrina Kulturwissenschaften studierte.

  • 20. Juli 2026

Die Rednerin und ihr Platz im Ausstellungsprojekt

Susanne Dräger war eine von zehn Studierenden, die an der Viadrina bei der Museumsdirektorin Brigitte Rieger-Jähner Kulturwissenschaften belegten und die Ausstellung „eigenWilligkeit“ als Studienprojekt begleiteten. Das Vorwort zur Ausstellung beschreibt die Anlage: Die Studierenden traten in direkten Kontakt mit den fünf ausgestellten Künstlern und führten Interviews mit ihnen darüber, was sie als Zwanzigjährige am Leben und am Werk des Einzelnen interessierte. Aus dieser Arbeit erwuchs der Eröffnungsvortrag, den Susanne Dräger am 27. Januar 2013 in der Rathaushalle hielt, im Anschluss an das Grußwort des Vorstandsvorsitzenden der Ostdeutschen Sparkassenstiftung, Claus Friedrich Holtmann.

Auf der Ausstellungsseite des Museums steht der Vortrag als eigener Programmpunkt neben dem Grußwort und den Fotografien der Eröffnung. Die Wahl einer Studentin als Eröffnungsrednerin war Teil des Konzepts: Das Museum wollte Menschen im Alter der Künstler zu Wort kommen lassen und den Blick einer Generation zeigen, die mit den ausgestellten Malern, Objektkünstlern und Bildhauern ins Gespräch gekommen war.

Die Ausstellung, um die es ging

„eigenWilligkeit“ war die erste Ausgabe eines Formats, das die Ostdeutsche Sparkassenstiftung auf Vorschlag der Direktorin ermöglichte: alle zwei Jahre fünf Künstler, die das vierzigste Lebensjahr noch nicht überschritten hatten und in Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern lebten und arbeiteten. Sie erhielten die Rathaushalle und den anschließenden Festsaal als Ausstellungsraum, und von jedem wurde ein Werk als Dauerleihgabe für die Sammlung erworben. Die Auswahl traf der Kurator Armin Hauer.

Gezeigt wurden vom 27. Januar bis 31. März 2013 Arbeiten von Lars Kohl (geboren 1983), Stefan Lenke (1976), Enrico Niemann (1978), Sebastian Reddehase (1978) und Paetrick Schmidt (1980): Malerei, Objekte und Installationen, darunter Kohls „Das Boot“ von 2010, Niemanns „White Box“ von 2009, Reddehases „amplify myself“ von 2007, Lenkes „straight on“ von 2012 und Schmidts „Hochwasser“ von 2012. Zur Ausstellung erschien ein Katalog von 70 Seiten mit Texten von Armin Hauer und Brigitte Rieger-Jähner.

Kulturwissenschaften an der Viadrina und das Museum

Universität und Museum waren über dieses eine Projekt hinaus verbunden. Die Direktorin lehrte an der kulturwissenschaftlichen Fakultät, und als am 29. Januar 2012 die Schau „Neuerwerbungen“ eröffnet wurde, beschrieb Universitätspräsident Gunter Pleuger die Zusammenarbeit als eng und über drei Jahre gewachsen. Bei diesem Anlass sprachen auch Studentinnen des Fachs darüber, welche Rolle Kunstmuseen für die kulturelle Bildung spielen; Susanne Dräger gehörte zu ihnen, ihr Beitrag steht auf der Seite mit den Beiträgen zur kulturellen Bildung. Ein Jahr später führte „eigenWilligkeit“ diese Zusammenarbeit in den Ausstellungsraum: Der Vortrag einer Studentin zur Eröffnung machte aus dem Lehrprojekt einen Teil des öffentlichen Programms.