- 2. September 2007
In einem Selbstzeugnis beschrieb Scheib, wie ihm Ende der Siebzigerjahre klar wurde, dass seine Ausbildung ihn auf Gipsmodelle für den Bronzeguss festlegte – Bronze für seine Figuren aber gab es nicht. Die Gießereien der DDR waren mit offiziellen Aufträgen ausgelastet, und Geld hatte er ohnehin keines. Er griff deshalb zu einem anderen Material: dem Kiefernholz aus den Deckenbalken abgerissener Berliner Häuser.
Daraus entstanden expressive, farbig gefasste Akte, Tiere und Paare. Der Begleittext las sie als Figuren, die ungeschützt in einer konfliktreichen Gegenwart stehen. Das „Paar“ von 1986, über zwei Meter hoch aus Holz und Farbe, erwarb das Museum 1991. Es war 2006 bei den „Männerbildern“ und 2007 in der Schau „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“ zu sehen.