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    Hans Scheib: Bemalte Holzskulpturen aus alten Berliner Deckenbalken

    Hans Scheib wurde 1949 in Potsdam geboren und studierte von 1971 bis 1976 Bildhauerei an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste. Danach lebte er in Ost-Berlin, bis er 1984 in den Westteil der Stadt übersiedelte. Er lebt und arbeitet in Berlin.

    • 2. September 2007

    In einem Selbstzeugnis beschrieb Scheib, wie ihm Ende der Siebzigerjahre klar wurde, dass seine Ausbildung ihn auf Gipsmodelle für den Bronzeguss festlegte – Bronze für seine Figuren aber gab es nicht. Die Gießereien der DDR waren mit offiziellen Aufträgen ausgelastet, und Geld hatte er ohnehin keines. Er griff deshalb zu einem anderen Material: dem Kiefernholz aus den Deckenbalken abgerissener Berliner Häuser.

    Daraus entstanden expressive, farbig gefasste Akte, Tiere und Paare. Der Begleittext las sie als Figuren, die ungeschützt in einer konfliktreichen Gegenwart stehen. Das „Paar“ von 1986, über zwei Meter hoch aus Holz und Farbe, erwarb das Museum 1991. Es war 2006 bei den „Männerbildern“ und 2007 in der Schau „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“ zu sehen.