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- 13. August 2026
- Aktualisiert 13. August 2026
Neunzehn Namen, eine Erwerbungsstrategie
Die Ausstellungsseite nennt die Beteiligten: Norbert Bisky (geb. 1970), Birgit Brenner (geb. 1964), Mariola Brillowska (geb. 1961), Jan Brokof (geb. 1977), Matthias Geitel (geb. 1962), Moritz Götze (geb. 1964), Harald Reiner Gratz (geb. 1962), Klaus Hack (geb. 1966), Kathrin Harder (geb. 1969), MK Kähne (geb. 1963), Klaus Killisch (geb. 1959), Daniel Klawitter (geb. 1962), Florian Merkel (geb. 1961), Ute Richter (geb. 1964), Heidrun Rueda (geb. 1963), Heinz Schmöller (geb. 1975), Cora Volz (geb. 1966), Eva-Maria Wilde (geb. 1972) und ZWINGER, das ist Thorsten Zwinger (geb. 1962). Laut Armin Hauers Text galt das Interesse beim Erwerb vor allem großformatigen, raumbezogenen Arbeiten, die sich auf die Gegenwart beziehen: etwa Ute Richters Wortinstallation „geschlossen“ oder Birgit Brenners Installation. Zwei Künstler, die das Haus bis dahin nur als Grafiker und Maler besaß, Moritz Götze und Klaus Killisch, waren nun mit Leuchtkästen vertreten, und der Greifswalder Maler ZWINGER schlug mit einer Fotoinstallation den Bogen von der Malerei zur Fotografie, indem er die Bilder auf Latten montierte, wie sie auch für Leinwände dienen könnten.
Norbert Bisky und die Geber der Sammlung
Norbert Biskys „Extase [Ecstasy]“ von 2008, Öl auf Leinwand, 130 mal 100 Zentimeter, wurde 2009 erworben; es ist das Werk, mit dem der Maler in die Sammlung des Hauses kam, das ihm 2002 die Personalausstellung in der Rathaushalle eingeräumt hatte. Jan Brokofs „Prachtstraße“ von 2007, Holzschnitt auf Holz, 46 mal 161 mal 152 Zentimeter, schenkte 2008 der Förderverein des Museums, Heinz Schmöllers „Lebensabend“ aus der 25-teiligen Serie „Bügelbilder“ von 2008 eine Dauerleihgabe desselben Vereins aus dem Jahr 2009. Harald Reiner Gratz’ „Short hello and long good by“ von 2002, Öl auf Leinwand, wurde im Jahr seiner Entstehung erworben; Birgit Brenners 24-teiliger „Kurzfilm“ von 2003 aus Papier und Holz, insgesamt 200 mal 380 Zentimeter, kam 2007 als Schenkung des Vereins ins Haus. Die Fotos der Werke stammen von Winfried Mausolf aus Frankfurt (Oder).
Die Liste der Geber zeigt, wie die Sammlung nach 1990 wuchs. Seit 1995 waren die städtischen Mittel für Kunstankäufe versiegt; was danach in den Bestand kam, kam über Landes- und Stiftungsmittel, über den Förderverein und über Schenkungen der Künstlerinnen und Künstler selbst. Der Förderverein steuerte allein in dieser Ausstellung drei der abgebildeten Werke bei.
Der Katalog und der Museumsführer
Brigitte Rieger-Jähner und Armin Hauer, Direktorin und stellvertretender Direktor, kuratierten die Reihe und verfassten auch den Begleitband, Titel „Neuerwerbungen Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) 2000–2010“: etwa 144 Seiten, rund 80 Farbabbildungen, 25 Euro. Ebenfalls 2012 erschien, von Hanno Rauterberg für die ZEIT herausgegeben, ein Museumsführer mit dem Titel „Die schönsten Kunstsammlungen – noch mehr Entdeckungen“, in dem auch das Frankfurter Haus vorkommt; die Presseinformation zur Ausstellung verweist darauf, und die Sammlung wurde dort als ein Schatz beschrieben, den kaum jemand kennt.
Geführt wurde jeweils um 16 Uhr, am 1. und am 22. August sowie am 24. Oktober 2012, dazu eine Führung für Besucher über sechzig am 26. September, für einen Euro. Der erste Teil der Neuerwerbungen war am 29. Januar 2012 eröffnet worden; zu dieser Eröffnung äußerten sich Studentinnen der Europa-Universität Viadrina zum Museum als Ort kultureller Bildung. Der zweite Teil endete am 30. Dezember 2012, und mehrere der Werke hingen vier Jahre später wieder in der Rathaushalle, als „HERZ HAUS MESSER KREUZ“ die Sammlung erneut befragte: Jan Brokof und Heinz Schmöller stehen auf beiden Listen.