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    Helge Leiberg: Maler, Performer und Projektionskünstler aus Dresden

    Helge Leiberg kam 1954 in Dresden-Loschwitz zur Welt und lernte nach der Schule zunächst Positivretuscheur. Von 1973 bis 1978 studierte er an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste, sein Lehrer war Gerhard Kettner. Schon in dieser Zeit wirkte er an der Künstlergalerie im Leonhardi-Museum mit und brachte eigene Bücher im Selbstverlag heraus. 2005 widmete ihm das Frankfurter Museum eine Ausstellung in der Rathaushalle.

    • 27. Oktober 2007

    Bild, Klang und Bewegung

    Seit 1978 freischaffend, suchte Leiberg die Verbindung der Malerei mit Free Jazz, Neuer Musik, Film und Tanz. 1979 gehörte er neben A. R. Penck und Michael Freudenberg zur Malerband freier Musik, mit dem Gitarristen Lothar Fiedler erforschte er, wie Musik und Malerei aufeinander wirken. Ab 1980 drehte er Super-8-Filme aus bemalten und übermalten Sequenzen, die er später in Performances auf den Körper einer Tänzerin warf. 1982 folgten Tanzbilder gemeinsam mit Veit Hofmann.

    1984 zog er nach Berlin-Charlottenburg. Der Berliner Senat förderte ihn 1985 mit einem Arbeitsstipendium und 1988 mit dem Atelier Käuzchensteig. 1989 arbeitete er mit Penck an einem Wandbild für die Hamburger Universitätsbibliothek, 1990 gründete er die Gruppe GOKAN, übernahm einen Lehrauftrag am Haus der Künste und entwickelte das Noise-painting.

    Bühnen und Partner seit den Neunzigern

    In den Neunzigerjahren kamen Terrakotta- und Keramikplastiken hinzu, nach einem Studienaufenthalt in Carrara 1993. Seine Performances führten ihn mit Christa Wolf („Medea-Stimmen“, unter anderem 2003 bei den Salzburger Festspielen), Corinna Harfouch und Peter Lohmeyer zusammen. Für die Oper „Der Meister und Margarita“ auf der Expo 2000 und für Vinko Globokars „L`harmonia drammatica“ in Bielefeld 2002 malte er live in die Projektion. Beispiele seiner Arbeit sind das Acrylbild „Totem“ von 1990 im Format 200 x 300 cm sowie Tuschzeichnungen auf Bütten von 1999 und 2003.