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  • Rathaushalle / Festsaal
  • 14. August bis 2. Oktober 2005

Helge Leiberg: Malerei und Zeichnung in der Rathaushalle, 2005

Vom 14. August bis 2. Oktober 2005 belegte der Berliner Maler Helge Leiberg, Jahrgang 1954, die Rathaushalle und den Festsaal in Frankfurt (Oder). Das Museum zeigte 25 großformatige Leinwände und 31 Arbeiten auf Papier, Malerei wie Zeichnung. Partner der Schau war die Berliner Galerie Michael Schultz. Ein knappes Profil des Künstlers bietet seine Biografie.

  • 14. August 2005

Figuren in Bewegung

Auf Leibergs Bildern bewegen sich schlanke, geschlechtlich kaum bestimmbare Gestalten, meist in Schwarz gesetzt. Sie springen, kauern oder liegen ausgestreckt und besetzen dabei fast die gesamte Fläche. Der Grund bleibt weiß oder leuchtet in einem kräftigen Gelb, Rot oder Blau. Neben menschlichen Figuren tauchen Tiere auf, mitunter nur Glieder oder Körperteile, gereiht wie in einer Bildfolge. Die Kuratorin Brigitte Rieger-Jähner beschrieb im Begleittext, wie Schwung und Stillstand in diesen Kompositionen gegeneinander gesetzt sind und wie die knappe Palette zusammen mit den vereinfachten Formen ornamental wirkt.

Die ausgestellten Leinwände trugen Titel wie „Massnehmen“ (2000, Acryl auf Leinwand, 250 × 200 cm) und „Kleines Kamasutra“ (2000, 200 × 300 cm). Aus dem Jahr 2004 stammte eine Gruppe von Körperstudien: „Rechte Hand“ und „Linke Hand“, beide 160 × 200 cm, sowie „Rechter Fuß & linker Fuß“ im Format 250 × 200 cm.

Malerei aus dem Geist der Musik

Ein großer Teil von Leibergs Werk entstand im Umfeld von Tanz und Musik. Schon 1979 spielte er Saxophon in einer Band frei improvisierender Maler, neben A. R. Penck und Michael Freudenberg. Später arbeitete er über längere Zeit mit Lothar Fiedler, Komponist und Gitarrist, zusammen und beschäftigte sich damit, wie Klang und Bild aufeinander wirken. Der Katalogtext liest den Rhythmus seiner Bewegungsbilder als Übersetzung dieses musikalischen Gespürs für Spannung und Ausgleich.

Zur Ausstellung gab das Museum einen Katalog zum Preis von 28 Euro heraus. Die Förderung kam vom Brandenburger Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur und von der Stadt Frankfurt (Oder). Die Schau gehörte zum Jahresprogramm 2005.