- 28. Oktober 2007
Nach einer Ausbildung in Keramik und Spielzeuggestaltung an der Sonneberger Fachschule für angewandte Kunst (1955–1958) besuchte sie Abendkurse an der Dresdner Kunstakademie und assistierte in der Kunsterziehung an der Franz-Liszt-Hochschule. Ab 1960 nahm sie in Berlin Einzelunterricht bei Fritz Dähn; in dieser Zeit traf sie erstmals Wilhelm Lachnit und Otto Niemeyer-Holstein. Von 1962 bis 1965 setzte sie das Studium in Weißensee fort, wo unter anderem Arno Mohr und Walter Womaka sie unterrichteten. Mit dem Diplom für baugebundene Kunst begann 1965 ihre freiberufliche Arbeit, darunter fünf Wandbilder für öffentliche Bauten zwischen 1974 und 1981.
1969 wurde ihre Tochter Amrei geboren, 1976 zog Bauer nach Niederwerbig bei Potsdam. Ab 1977 reiste sie ohne Genehmigung nach Paris, später nach Spanien. Nachdem der Künstlerverband VBK ihr eine Reise nach Tarascon verweigert hatte, forderte sie 1984 in einer öffentlichen Eingabe an Erich Honecker Reisefreiheit für alle DDR-Bürger. Es folgten Ausschluss und Arbeitsverbot; 1985 erreichte sie beim Kulturministerium eine neue Arbeitserlaubnis, 1986 die Wiederaufnahme. Annemirl Bauer starb 1989 in Berlin an Krebs.