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  • Jahresprogramm

Ausstellungsjahr 2015 in Frankfurt (Oder): Sammlung, DDR expressiv und Gäste

2015 bespielte das Frankfurter Museum zwei Orte: die Rathaushalle mit dem gotischen Festsaal am Marktplatz und den PackHof in der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Straße. Im Rathaus dominierten Rückgriffe auf die eigene Sammlung, im PackHof wechselten Einzel- und Paarausstellungen jüngerer Künstler. Fast alle Projekte betreute Armin Hauer als Kurator.

  • 23. November 2014

Die Sammlung im Rathaus

Das Jahr begann mit „Die Sprache der Dinge“, einer Auswahl von Stillleben aus Malerei, Grafik und Objektkunst, die schon im November 2014 eröffnet worden war. Zu den rund sechzig vertretenen Namen gehörten Ernst Hassebrauk, dessen „Tod mit Meißner Vase“ von 1946 zu sehen war, Wilhelm Lachnit, Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Harald Metzkes, aber auch Jüngere wie Olaf Nicolai und André Tempel. Ergänzt wurde die Auswahl durch Meisterwerke auf Papier, die Bernhard A. Böhmer hinterlassen hatte, eine Leihgabe des Kulturhistorischen Museums Rostock.

Im Frühjahr folgte mit „Überkreuz“ eine Einzelschau von Christiane Wartenberg aus Ortwig mit Gehäusen, Wortbildern, Plastik und Installation. Ab Ende Mai stand die Kunst der Achtzigerjahre im Mittelpunkt: „DDR expressiv – die 80er Jahre“ versammelte Malerei, Grafik und Objekte von 39 Künstlerinnen und Künstlern, darunter Angela Hampel, Hartwig Ebersbach, Walter Libuda, Michael Morgner und Lutz Fleischer, dessen Collage „Schnabelkerf“ von 1989 stammt. Nach einer kurzen Unterbrechung im Oktober kehrte die Schau im November in den Festsaal zurück und lief bis in den Januar 2016.

Dazwischen blickte das Haus auf sich selbst: Im Oktober zeigte „50 Jahre Museum Junge Kunst – 50 Jahre Ausstellungen“ Plakate, Kataloge und Einladungen aus fünf Jahrzehnten Ausstellungsgeschichte.

Gäste im PackHof

Im PackHof liefen zum Jahreswechsel „Double Take“ mit Malerei und Objekten der Berliner DAG und Peter K. Koch. DAG hatte fünfzehn Jahre zuvor schon im Kabinett des Museums ausgestellt, damals zusammen mit Jim Avignon und mit Wandbildern aus dem Umfeld der Technoszene. Inzwischen hatte er einen puristischen Stil aus Punkten, Rauten und Dreiecken entwickelt, mit dem er Leinwände wie Wände strukturiert und der sich an der konkreten Kunst orientiert.

Aus Warschau kamen im Frühsommer Dorota Kozieradzka und Michal Szuszkiewicz mit Videoinstallationen unter dem Titel „Neue Gebiete“, ein Projekt mit der Galeria BWA Zielona Góra und deren Direktor Wojciech Kozłowski. Im Sommer folgten die Berliner Malerin Simone Haack und die Holzschneiderin Uta Zaumseil, deren gemeinsame Ausstellung im Herbst als Gastschau in Zielona Góra zu sehen war. Den Abschluss machte der Frankfurter Jörg Jantke mit Malerei, Zeichnungen und Objekten. Am 11. September 2015 beteiligte sich das Museum an der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen.

Ausstellungen 2015

  • 23.11.2014 bis 01.02.2015: Die Sprache der Dinge. Stillleben aus der Sammlung (Rathaushalle/Festsaal)
  • 01.03. bis 10.05.2015: Überkreuz – Gehäuse und Wortbilder, Christiane Wartenberg (Rathaushalle/Festsaal)
  • 31.05. – 27.09.2015: DDR expressiv – die 80er Jahre (Rathaushalle/Festsaal)
  • 11.10. – 01.11.2015: 50 Jahre Museum Junge Kunst – 50 Jahre Ausstellungen (Rathaushalle/Festsaal)
  • 15.11.2015 bis 24.01.2016: DDR expressiv – die 80er Jahre (Rathaushalle/Festsaal)
  • 02.11.2014 bis 11.01.2015: Double Take, DAG und Peter K. Koch (PackHof)
  • 01.02. – 12.04.2014: Am Fluss – oder wie das Einauge zum Lügner wurde, Undine Bandelin und Sebastian Pless (PackHof)
  • 30.04. – 05.07.2015: Neue Gebiete, Dorota Kozieradzka und Michal Szuszkiewicz (PackHof)
  • 26.07. – 04.10.2015: Simone Haack und Uta Zaumseil (PackHof)
  • 25.10.2015 bis 10.01.2016: Jörg Jantke (PackHof)
  • 09.10. – 01.11.2015: Simone Haack und Uta Zaumseil (Gastausstellung, Galeria BWA Zielona Góra)