- 2. September 2007
Im Raum stehen fünf massive Gipsabgüsse von Handtaschen. Ein Diakarussell wirft mehr als hundert Bilder auf eine davon, und die Antworten fallen ironisch und surreal aus: mal sitzt ein Hundepaar in der Tasche, mal liegen Geldscheine, Gläser oder sogar eine Pistole darin. Ein Video zeigt Frauen, die ihre Taschen schwenken. Der Begleittext wies auf eine besondere Pointe hin: Die Arbeit befindet sich in einer Sammlung nahe einer Landesgrenze in der EU, an deren Übergang Taschen damals noch kontrolliert, durchsucht und durchleuchtet wurden. Die Installation ist eine Dauerleihgabe des Fördervereins des Museums.
Kyselka ließ sich von 1978 bis 1987 in den kirchlichen Werkstätten Erfurt und an der HfBK Dresden zur Restauratorin für Malerei ausbilden. Freie Kunst studierte sie von 1997 bis 2003 an der Bauhaus-Universität Weimar und an der École Supérieure des Beaux-Arts in Genf. Ab 2005 lehrte sie an der Universität Erfurt; sie lebt in Berlin und Erfurt. Gezeigt wurde die Arbeit 2007 in der Schau „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“.