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  • 7. Februar bis 25. April 2010

Matthias Jackisch: Skulptur aus Stein, Papier und Metall, 1990

Matthias Jackisch, Jahrgang 1958, arbeitet mit Zeichnung, Skulptur und früher auch mit Performances und Aktionen im öffentlichen Raum. In Dresden gehörte er Ende der Achtzigerjahre zur Künstlergruppe Meier, die dort für ästhetische Irritationen sorgte. Das Museum erwarb 1990 eine Skulptur aus dem Entstehungsjahr und zeigte sie 2010 in „Tendenz abstrakt“.

  • 7. Februar 2010

Das Werk gehört zu einer Serie, in der Jackisch ausprobierte, wie sich Stein, Papier und Metallband im Raum ausbreiten können. Ein Stein dient als Sockel. Von ihm aus tastet sich ein Metallband wie ein Fühler nach außen und biegt sich zu Bögen, Schlaufen und skelettartigen Formen, die zwischen Halt und Kippen schwanken. Darüber gespannt sind mehrere Lagen Papier, die organische Hohlräume, Segel oder Häute bilden. Schon während der Arbeit setzte der Leim dem Metall und dem Papier zu; Rost und Verformungen geben den surreal wirkenden Gebilden etwas Verletzliches und Gealtertes. Ein Luftzug genügt, um sie leicht schwingen zu lassen.

Jackisch wurde in Oschatz geboren, machte von 1977 bis 1981 eine Steinmetzlehre in Dresden und studierte danach bis 1986 an der dortigen Hochschule für Bildende Künste. Zur Gruppe Meier gehörten von 1985 bis 1990 auch Tobias Stengel und Christian Spate. Jackisch lebt in Golberode.