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  • 7. Februar bis 25. April 2010

Manfred Luther: Kreise und Vierecke aus zwei Werkgruppen

Aus dem Werk des Dresdner Malers und Grafikers Manfred Luther zeigte die Ausstellung „Tendenz abstrakt“ 2010 sechs Arbeiten, je drei aus zwei großen Folgen: „idee konkrete zeichnungen“, entstanden von den Sechzigern bis in die frühen Achtzigerjahre, und „cogito ergo sum“, an der er ab 1983 bis etwa Mitte der Neunziger arbeitete.

  • 7. Februar 2010

Die erste Folge begann mit Zeichnungen in Schwarz und Weiß. Um 1975 setzte Luther sie im Siebdruck fort, zunächst schwarz-weiß-grau, später auch farbig. Zu sehen waren Blätter mit wuchtig wirkenden Kreisen und Vierecken. In der zweiten Folge steht ein einziges Motiv immer in der Bildmitte: der Kreis, gesetzt auf Gründe in wechselnden Farben und Strukturen. Ein Beispiel ist „cogito ergo sum, II“ aus einer dreiteiligen Gruppe von 1990/92, Mischtechnik auf Papier, 1992 erworben.

Konkrete Kunst oder Farbfeldmalerei wollte Luther mit seinen geometrischen Formen nicht betreiben. Er verstand sie als philosophische Grundaussagen über das Ich. Der Begleittext las den Kreis als Form, die meditativ erfahrbar ist und sich zugleich rational wie mystisch deuten lässt.

Luther wurde 1925 in Dresden geboren und arbeitete zunächst als Konstrukteur. Von 1956 bis 1966 nahm er Zeichenunterricht bei Ernst Hassebrauk. Ab 1955 war er freischaffend tätig, bis zu seinem Tod 2003.