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    Maix Mayer: Kofferinstallation aus dem Projekt „Gullivers Reisen“

    Maix Mayer, 1960 in Leipzig geboren, hatte nach Abitur und Wehrdienst Marine-Ökologie studiert und 1987 sein Diplom erworben, bevor er als Künstler hervortrat. Er lebt in Leipzig. 1992 belegte er mehrere Räume der Leipziger Galerie EIGEN+ART mit einer weitläufigen Installation zum Projekt „Gullivers Reisen“.

    • 2. September 2007

    Den Kern dieser Arbeit bildet das vielteilige Ensemble, das 1993 in die Frankfurter Sammlung kam. Aufgeklappte Koffer hängen in unterschiedlicher Höhe. Darin liegen Gegenstände, die auf Mayers Kindheit verweisen: kopierte Seiten aus anthropologischen Büchern, runde Formen aus Bienenwachs, ein aufblasbarer Globus. In den Deckeln sind Schiefertafeln in Hausform angebracht. Dazu gehören Wanderstöcke, an denen alte Rasierspiegel befestigt sind; je nach Körpergröße helfen sie dem Betrachter, in die höher hängenden Koffer zu sehen.

    Wie in Jonathan Swifts Erzählung hängt das, was man wahrnimmt, vom Größenverhältnis zwischen Betrachter und Gegenstand ab. Das Werk entstand 1992 bis 1994 und war 2007 Teil der Ausstellung „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“.