- 7. Februar 2010
Der lateinische Titel – ohne Ort und Jahr – steht für eine umfangreiche Werkgruppe, deren Blätter sich auf den ersten Blick ähneln. Meist ist das Blatt quer gelegt, der Untergrund hell oder dunkel, und darüber ziehen sich Linien. Harder beschränkt sich auf Ölstifte in Schwarz und Weiß. In diesem knappen Rahmen bewegt sie sich zwischen Gesehenem und Vorgestelltem und durch verschiedene Grade der Abstraktion. Der Begleittext beschrieb ihre Arbeit als kontrolliert-intuitive Suche nach dem Wesentlichen in Natur und Kosmos und im Zusammenspiel von Linie und Fläche. Seit dem Ende ihres Studiums hätten sich die Bilder vom konkret Beobachteten gelöst und zu poetischen Bildern für Erlebtes verdichtet, die keinem Ort mehr zugeordnet sind.
Harder wurde 1969 in Rostock geboren. Malerei studierte sie zunächst von 1993 bis 1996 in Berlin-Weißensee, dann bis 1999 in Dresden, wo sie anschließend bis 2001 Meisterschülerin von Max Uhlig war. Sie lebt in Eichwalde bei Berlin. Weitere Positionen der Schau versammelt die Seite zu „Tendenz abstrakt“.