- 2. September 2007
Für den hochgotischen Festsaal entwarf sie 1996 die Bodeninstallation „ZEIT-RAUM“. Neunundzwanzig Platten aus Acrylglas, jede 148 × 40 cm groß, trugen aufgedruckte Wörter wie „umkehr“, „gehen“, „vergessen“ und „wiederkehr“. Rechtwinklig und mit Abstand auf dem grauen Boden verteilt, gliederten sie den Saal und brachten Besucher dazu, stehen zu bleiben und den Raum abzuschreiten. Wandel und Vergänglichkeit sind wiederkehrende Motive ihrer zeitlich begrenzten Eingriffe.
Seit dem Ankauf 2005 gehört die Arbeit zur Sammlung. In der Ausstellung „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“ von 2007 lagen die Platten still: Die Wörter blieben lesbar, setzten aber keine Bewegung mehr in Gang. Der Begleittext deutete das als Verlagerung vom Gehen ins Erinnern.