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    Helmut Senf: Konstruktive Stahlskulpturen in leuchtenden Farben

    In der DDR arbeitete Helmut Senf an der Grenze zwischen Kunsthandwerk und freier Kunst. Er entwarf Gebrauchsgegenstände, deren Materialgefühl auf Bauhaus und Werkbund zurückgeht, und schuf daneben konstruktive Skulpturen mit lyrischem Zug. Ab Ende der Siebzigerjahre kam ein umfangreiches Werk an Malerei hinzu.

    • 2. September 2007

    Kreis, Linie und Winkel bilden sein Grundvokabular, doch die kräftigen Farben brechen die Strenge der Formen auf. Der Begleittext sah ihn als eigenständigen Erben von Konstruktivismus und Konkreter Kunst, der Berechnung und Zufall miteinander verbindet und Freude an Schönheit und technischem Bauen zeigt. Die „Multiple Skulptur“ von 1997, ein farbig gefasstes Stahlobjekt von 45 Zentimetern Durchmesser, kam 2004 in die Sammlung.

    Geboren wurde Senf 1933 im thüringischen Mühlhausen. Er lernte Dekorationsmaler, war Gebrauchswerber und studierte von 1953 bis 1957 an der Burg Giebichenstein. Ab 1957 war er für die kirchlichen Werkstätten in Erfurt als Emailleur und Gürtler tätig, ab 1962 freischaffend. An der Hallenser Hochschule für Industrielle Formgestaltung unterrichtete er von 1978 bis 1981 Emailgestaltung, ab 1988 erneut. 1994 zog er von Erfurt nach Saßnitz. Seine Skulptur gehörte 2007 zur Schau „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“.