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  • 7. Februar bis 25. April 2010

Günther Hornig: „Turm“ von 1986, ein Raumobjekt nach De Stijl

Der „Turm“ des Dresdner Künstlers Günther Hornig ist 160 Zentimeter hoch, aus Pappe gebaut und farbig gefasst. Er entstand 1986 und kam 1992 in die Sammlung. 2010 gehörte er zur Ausstellung „Tendenz abstrakt“ in der Rathaushalle.

  • 7. Februar 2010

Die Arbeit stammt aus einer Reihe, in der Hornig die Gegensatzpaare Chaos und Ordnung sowie Farbe und Form durchspielt. Die Palette ist auf Rot, Gelb und Blau und die Nichtfarben Schwarz und Weiß beschränkt. Gebaut ist der Turm nach strengen Regeln: rechte Winkel, locker gereihte Elemente, wandelbare Serien und übereinander geschichtete Flächen. Damit greift Hornig das Formenrepertoire der niederländischen De-Stijl-Bewegung auf und überträgt es in die dritte Dimension. Eine Hauptansicht gibt es nicht; wer um das Objekt herumgeht, sieht immer neue Bildvarianten. In seinem Katalog von 1994 beschrieb der Künstler das Verhältnis von Einzelform und Gesamtstruktur als sein zentrales Anliegen.

Hornig wurde 1937 in Bitterfeld geboren und lernte Theatermaler und Bühnenbildassistent. Nach dem Studium an der Dresdner Kunsthochschule von 1957 bis 1962 leitete er kurzzeitig den Malsaal am Theater Senftenberg. Ab 1967 lehrte er an der Dresdner Hochschule, von 1993 bis 2003 als Professor. Er lebt in Dresden.