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    Frieder Heinze: Die bemalte Pappmaché-Figur „Mann“ von 1982

    Frieder Heinzes „Mann“ von 1982 ist eine flache, silhouettenartige Figur aus Pappmaché, 190 Zentimeter hoch und rundum bemalt. Der Begleittext vermutete darin eine ironische Anspielung auf das Leipziger Messemännchen. Seit 1990 gehört die Arbeit zur Frankfurter Sammlung.

    • 2. September 2007

    Die Oberfläche ist dicht mit Zeichen bedeckt, wie sie für Heinze typisch sind: altertümlich wirkende Symbole aus verschiedenen Kulturen, daneben Piktogramme des Nahverkehrs, eigene Bildzeichen und verfremdete Zeichen der Alchemie. Im Brustkorb steckt ein Lautsprecher, und am linken Fuß lässt sich die Buchse für das Kabel noch erkennen. Zusammen mit einer zweiten, gleichen Figur übertrug der „Mann“ früher die Reden bei Ausstellungseröffnungen. Diese Aufgabe hat er längst abgegeben; heute lädt er zu freien Deutungen ein, ohne eine eindeutige Lesart anzubieten.

    Heinze wurde 1950 in Leipzig geboren. Nach Schule, Abitur und einer Lehre als Maurer studierte er von 1969 bis 1977 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. Er lebt in Börtewitz. 2007 stand die Figur in der Sammlungsschau „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“.