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    Frank Seidel: „Kreuzigung – Frankfurter Gruppe“, 1989/90

    Mit der „Kreuzigung – Frankfurter Gruppe“ besitzt die Frankfurter Sammlung seit 1990 eine großformatige Arbeit von Frank Seidel. Sechs Figuren aus Gips, Eisenspänen, Eisenplatten und Holz besetzen eine Fläche von rund fünf mal sechs Metern bei drei Metern Höhe.

    • 2. September 2007

    Mit der christlichen Ikonografie von Passion und Erlösung lässt sich die Gruppe kaum fassen, auch wenn sie um Leid, Werden und Vergehen kreist. Seidel trägt Gips und Eisenspäne in raschem Tempo auf ein Metallgerüst auf; so entstehen Gestalten mit morbider, zugleich lebendig wirkender Haut. Seit Mitte der Achtzigerjahre wuchs auf diese Weise eine große Schar schemenhafter, stehender und schreitender Zwitterwesen. Der Begleittext erkannte darin Einflüsse von Alberto Giacometti und Joseph Beuys.

    Seidel wurde 1959 in Berlin geboren, lernte von 1976 bis 1979 Werkzeugmacher und ging danach verschiedenen Tätigkeiten nach. Parallel besuchte er von 1980 bis 1982 ein Abendstudium an der Berliner Kunsthochschule. Seit 1984 arbeitet er freischaffend in Berlin. Die Gruppe stand 2007 in der Ausstellung „1980–2005. Objekte, Skulpturen, Installationen“.