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    Richard Burkart: Schenkung von Gemälden, Objekten und Collagen

    Eine umfangreiche Schenkung erreichte das Frankfurter Museum vom Berliner Maler Richard Burkart, geboren 1950 in Memmingen. Direktorin Brigitte Rieger-Jähner durfte frei auswählen und entschied sich für neun großformatige Gemälde, zwei mehrteilige Objekte im großen Format und eine Kassette mit acht Collagen. Der Wert der Arbeiten lag zusammen bei mehr als 50.000 Euro.

    • 5. Oktober 2007

    Unter den Bildern befinden sich drei Tafeln der Werkreihe „Romantics“, die Burkart seit 1982 verfolgt. Sein Interesse an der Romantik speist sich aus literarischen und geistesgeschichtlichen Quellen. Hinzu kommt der Ort: Gleich neben seinem Atelier am Marheinekeplatz in Kreuzberg liegen historische Friedhöfe, auf denen Carl Blechen, Friedrich Schleiermacher und Ludwig Tieck begraben sind; etwas weiter ruhen E. T. A. Hoffmann, Henriette Herz und Rahel Varnhagen. Auch Namen von Dichtern wie Chamisso, Grimm, Arndt, Alexis und Schenkendorf prägen das Viertel.

    Als Bildgrund dient Burkart häufig bedrucktes Zeitungspapier, das er zu einem festen Träger verarbeitet und dann mit Farbe, Asche und anderen Materialien weiterbearbeitet; darauf verwies Angelika Stepken 1997 in einem Katalogbeitrag. Andere Zyklen schichten Fragmente alter Werbeplakate collageartig übereinander. Seine kleinen Holzstelen setzt er aus Reststücken zusammen und folgt dabei dem Prinzip von Stütze und Last.

    Außerdem kamen mit der Schenkung „the Family“, eine Gruppe aus vier Teilen, und die Plastik „ZEITungen“ ins Haus. In der Märkischen Oderzeitung berichtete Karin Sandow darüber, die Fotos stammen von H.-Peter Maihold. Ein Kurzprofil des Künstlers bietet die Seite Richard Burkart.