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    Die Frankfurter Sammlung: Kunst aus Ostdeutschland seit 1945

    Gegründet wurde die Einrichtung 1965 als Galerie Junge Kunst; Anfang der neunziger Jahre erhielt sie den Namen Museum Junge Kunst. Ihr Bestand wuchs auf mehr als 11.000 Arbeiten an: Gemälde und Skulpturen, Installationen und Objekte, dazu Druckgrafik, Zeichnungen und Aquarelle sowie ein eigener Bereich polnischer Grafik. Gesammelt wurde Kunst aus dem Osten Deutschlands; den Rahmen bilden die Sowjetische Besatzungszone (1945–1949), die DDR (1949–1990) und die neuen Bundesländer.

    • 25. Juni 2018

    Stilistische Breite

    Der Bestand umfasst expressive wie sachliche Positionen, dazu neoveristische, postimpressionistische, surrealistische und informelle Werke, Auseinandersetzungen mit der Pop-Art und postmoderne Strategien. So lassen sich fünf Jahrzehnte Kunstentwicklung aus wechselnden Perspektiven darstellen.

    Bei der Malerei reicht die Spanne von Werner Tübke und Bernhard Heisig über Willy Wolff bis zu Walter Libuda, Hartwig Ebersbach und Eberhard Göschel. In der Druckgrafik finden sich Gerhard Altenbourg, Carlfriedrich Claus, Michael Morgner und Moritz Götze. Objekte stammen etwa von Hermann Glöckner, Robert Rehfeldt, Via Lewandowsky, Georg Herold und Rainer Görß. Die Bildhauerei vertreten unter anderem Fritz Cremer, Gustav Seitz, Wieland Förster, Werner Stötzer, Sabine Grzimek, Rolf Biebl und Jürgen Schön.

    Ausgereiste Künstler und polnische Grafik

    Ein eigener Sammlungsschwerpunkt galt jenen, die die DDR freiwillig oder gezwungen verlassen hatten, darunter A. R. Penck, Gil Schlesinger, Roger Loewig, Hendrik Grimmling und Lutz Dammbeck.

    Parallel wuchs ein Bestand zeitgenössischer polnischer Druckgrafik auf über 400 Blätter, mit Arbeiten von Stanislaw Fijalkowski, Janina Kraupe, Edward Dwurnik und Jerzy Panek.