- 29. Juli 2014
Bekannt ist Dalí vor allem als Surrealist und, neben Picasso, als einer der populärsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die Schau rückte eine weniger vertraute Seite in den Blick: den Autor. Im „Tagebuch eines Genies“ bezeichnete er sich selbst als geborenen Schriftsteller. Von ihm stammen mehr als 200 Schriften, dazu Texte zu Kunsttheorie und Philosophie, Drehbücher, ein Roman und eine Autobiografie.
Seine Illustrationen verstand die Kuratorin Brigitte Rieger-Jähner nicht als bloße Bebilderung, sondern als Neudeutung berühmter Texte nach Dalís „paranoia-kritischer“ Methode. Neben vielen großformatigen Zeichnungen, Aquarellen und Gouachen waren Vorzeichnungen, Zustandsdrucke sowie Druckstöcke und -platten ausgestellt, gefertigt aus Holz, Zink, Kupfer und sogar Gold. An ihnen ließ sich verfolgen, wie die Illustrationsfolgen geplant und umgesetzt wurden.
Der Leihgeber Mayer stand dem Künstler nahe und hatte vieles direkt von Dalí oder aus dessen Umfeld erworben. Tafeln zu den jeweiligen Autoren und ihren Büchern ergänzten die Unikate aus mehr als fünf Jahrzehnten. Die übrigen Ausstellungen des Jahres verzeichnet das Jahresprogramm 2014, den Weg des Hauses die Geschichte des Museums. Zur Ausstellung erschien ein Katalog; gefördert wurde sie unter anderem vom Brandenburger Kulturministerium, der Stadt Frankfurt (Oder) und der Sparkasse Oder-Spree.