- 1. Februar 2009
Eine Reise ohne Ziel
Für Killisch steht die Zeile für das fortwährende Ringen mit den Brüchen der eigenen Biografie. Ein Anhänger der Band sei er nicht, erklärte er, doch ihre Musik laufe in seinem Atelier ständig, und das vielschichtig collagierte, psychedelische Album „Anthem of the Sun“ passe zu seinen Bildern. Die Räume des PackHofs inszenierten eine innere und äußere Reise, die nirgends ankommt.
Fast alle Arbeiten waren 2008 entstanden und wurden hier zum ersten Mal öffentlich gezeigt, darunter zwei Leinwände von je 200 x 250 cm in Mischtechnik, ein unbetiteltes Bild und „clearcuts“, sowie Tuschcollagen auf Papier wie „a long strange trip“, „olompali“ und „love generation“.
Das Atelier als Bühne
In einem Raum baute der Künstler sein Atelier nach: Die alten Dielen seines Arbeitsraums bedeckten den Boden, darauf lagen Schallplatten, Farben und Reste. Ein Atelier ist nach seinem Verständnis auch ein Ort zum Hören, Lesen und Empfangen von Gästen, und so diente der Nachbau während der Laufzeit als Spielstätte für Abendveranstaltungen.
Am 19. Februar sprach Killisch mit Christoph Tannert, dem Leiter des Künstlerhauses Bethanien, unter dem Titel „acid test (1)“ über Kunst, Rock und Hippies, untermalt von Platten osteuropäischer Bands wie SBB, Omega und Renft. Eckhard Fürlus, Dozent für zeitbasierte Medien an der Berliner UdK, ordnete am 19. März in „Flying High“ die neuen Bilder in Pop Art und psychedelische Kunst ein. Den Schlusspunkt setzte am 9. April ein Live-Soundtrack zum Videoprojekt „PANDORA MOTEL“ mit Mikael Eriksson, Nastasja Keller und Tania Segas.