- 7. Juli 2013
Das Blatt kam 2010 als Dauerleihgabe in die Sammlung. Finanziert wurde es aus Mitteln des Brandenburger Wissenschafts- und Kulturministeriums, vermittelt über den Förderverein des Museums.
In der Zeichnungsschau rückte ein Aspekt in den Vordergrund, der Harders Methode bestimmt: Jede Linie hält fest, wie Arm, Hand und Stift sich über das Papier bewegt haben. Das Material ist auf schwarze und weiße Ölstifte reduziert, der Grund auf eine helle oder dunkle Fläche, das Format fast immer quer. Innerhalb dieser engen Vorgaben bewegt sich jedes Blatt zwischen Wirklichem und Erfundenem. Der Ausstellungstext sah darin eine Entwicklung weg vom Beobachten bestimmter Orte und Zeiten hin zu einer poetischen, ortlosen Bildsprache.
Ausgebildet wurde Harder an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee (1993–1996) und an der Dresdner Hochschule für Bildende Künste (1996–1999), wo sie bis 2001 bei Max Uhlig Meisterschülerin war. Schon 2010 war das Blatt in „Tendenz abstrakt“ zu sehen gewesen.