- 17. Oktober 2004
Das titelgebende Gemälde gehört zu Sakrowskis Stadtlandschaften. Drinnen und draußen, Bauten und Natur gehen darin ineinander über, und mitten in diesem Geflecht stehen Figurentorsi, eingebunden und zugleich isoliert. In späteren Jahren wurden ihre Farben kräftiger und die Formen dichter, das Grundmotiv blieb. Besonders beschäftigte die Künstlerin der menschliche Kopf, den sie in Malerei, Druckgrafik und Plastik immer wieder aufgriff. Sie selbst nannte als Kern ihrer Arbeit das Zerfallen und Neugewinnen der Figur als Suche nach dem eigenen Ort zwischen Gestern, Heute und Morgen. Der Begleittext sprach von einer melancholischen, chaotisch anmutenden Bildwelt, die sie formal im Griff behalte.
Zu den ausgestellten Leinwänden zählten „No Free“ (1999, Öl, 80 × 60 cm), „Haus Paar (Dialog)“ (2003, Öl, 130 × 105 cm) und „Ich Kopf“ (1999/2000, Mischtechnik, 140 × 195 cm). Ein weiteres Porträt der Künstlerin findet sich unter Karin Sakrowski.