- 22. August 2010
Nach der Oberschule lernte Haase von 1964 bis 1967 Stahlschiffbauer. Zwischen 1970 und 1975 studierte er an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst. 1987 siedelte er nach West-Berlin über.
In Leipzig dominierte damals die erzählende Figur. Haase wich ihr aus und setzte sich unter anderem mit dem amerikanischen abstrakten Expressionismus und mit Paul Klee (1879–1940) auseinander. Auf seinen Leinwänden treffen piktogrammhafte Zeichen und grafische Kürzel auf flächig-räumliche Farbe, die ihnen Halt gibt. Der Farbauftrag kann spontan und heftig ausfallen oder kontrolliert und fein abgestuft. Der Sammlungstext erkennt darin eine ruhige Balance zwischen gedämpfter Emotion und rätselhaften Einschreibungen. Holzobjekte, Collagen und Assemblagen aus Fundstücken führen dieses Rätselhafte in den Raum fort.