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    Peter Herrmann: Lebensweg des Malers von Großschönau nach Berlin

    Peter Herrmann wurde am 18. Mai 1937 in Großschönau bei Zittau geboren. Die Familie zog 1939 nach Breslau, 1944 kam er als Evakuierter nach Dresden. Dort begann er 1951 eine Lehre als Chemiegraf und blieb in diesem Beruf bis 1970.

    • 20. Mai 2007

    Den Ausschlag für die Malerei gab 1954 ein Volkshochschulkurs bei Jürgen Böttcher, genannt Strawalde. In dieser Runde traf er auf Ralf Winkler, den späteren A. R. Penck, sowie auf Peter Makolies, Winfried Dierske und Peter Graf. Ab 1971 arbeitete Herrmann freischaffend, 1977 gehörte er zu den Gründern der Obergrabenpresse in Dresden.

    Nach seinem Ausreiseantrag von 1982 entließ ihn die DDR 1984 aus der Staatsbürgerschaft, er ging nach Hamburg. 1985 malte er in London im Atelier von Penck, 1986 zog er nach West-Berlin. Es folgten ein Arbeitsstipendium des Berliner Senats (1987), Reisen nach Algerien, Frankreich, Italien und Brasilien, 1998 der Villa-Romana-Preis mit Aufenthalt in Florenz und 1999 ein Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung. Im selben Jahr nahm ihn die Sächsische Akademie der Künste als ordentliches Mitglied auf. 2001 erhielt er den Fred-Thieler-Preis für Malerei der Berlinischen Galerie. Herrmann lebt in Berlin.