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  • Packhof
  • 31. Januar bis 10. April 2016

Tobias Hild: „Ich schaffe es einfach nicht, Dir zu schreiben“, 2016

Vom 31. Januar bis zum 10. April 2016 zeigte der PackHof in Frankfurt (Oder) Malerei, Zeichnungen und Objekte von Tobias Hild. Der Leipziger, Jahrgang 1975, hatte zunächst in Duisburg-Essen Illustration studiert, wechselte 2005 an die Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst und war dort von 2007 bis 2010 Meisterschüler bei Annette Schröter.

  • 1. Januar 2016

Einhörner, Ritter und dunkle Wälder

Über Jahre prägten breite Pinselzüge und plumpe Gestalten seine Leinwände. Größenverhältnisse und Perspektive richten sich, ähnlich wie in Kinderzeichnungen, nach der Wichtigkeit des Dargestellten. Manche Partien sind bis ins Absurde ausgearbeitet, andere lösen sich in gestischem Farbdunst oder seltsamen Ornamenten auf. Die Palette bleibt dunkel und hat zugleich etwas Wohlklingendes.

Bevölkert werden die Bilder von Einhörnern, Rittern, Burgen, Maschinen und finsteren Wäldern. Kurator Armin Hauer erinnerten die verloren wirkenden Figuren an Trickfilm- und Comicgestalten, die ihren angestammten Ort verlassen haben und nun ziellos umherirren. Wo Hild mehr oder weniger Farbe aufträgt, entstehen durch Übermalung stellenweise kleine Farbreliefs.

Hauer las die Szenen als stillstehende Ereignisse, die weder Verbindlichkeit beanspruchen noch beliebig wirken. Sie behaupten sich durch einen lakonischen, zugleich sinnlichen Vortrag, und hinter dem scheinbar Spontanen verbirgt sich eine ausgewogene Komposition, die sich erst beim zweiten Hinsehen erschließt. Der Maler bewegt sich zwischen Bericht und Fiktion, ohne sich in einer der beiden Sphären zu verlieren.

Ruhigere Bilder

In den Arbeiten kurz vor der Ausstellung hatte sich das Geschehen beruhigt. Die Bildzeichen sind klarer gesetzt, die Komposition neigt zur Fläche, auf der Linien, malerische Partien und Zeichenhaftes zusammentreffen. Wo früher Bewegung herrschte oder eine Moritat angedeutet war, ist es still geworden; das Bild handelt nun stärker davon, was es zeigt, als davon, wie es gemalt ist. Abgebildet war das Gemälde „No, No“ von 2015, Öl auf Leinwand im Format 190 × 240 cm.