- 16. März 2008
Bühlers Figuren, mal knie-, mal mannshoch, tragen Röcke, Hosen, Westen, Pullunder und Schürzen, die an die 1960er Jahre denken lassen. Sie tun nichts Spektakuläres und verraten nichts über Herkunft oder Ziel. Hauer verglich sie mit Gestalten aus einem alten Fotoalbum oder aus Träumen und sah in den Gruppen leicht melancholische, nach innen gekehrte Szenen. Wie in der Erinnerung verschieben sich die Proportionen, Einzelheiten treten zurück. Die blassen, pastelligen Farben halten Abstand zu Naturalismus und Pop-Art gleichermaßen.
Kräftiger in der Farbe sind die Wald- und Blumenstücke und die kosmischen Motive, die nach demselben Prinzip aus jedem konkreten Ort gelöst sind. Sie erinnern an Schaumodelle aus Naturkundemuseen, an Reste einer verlassenen Filmkulisse oder an Theaterrequisiten. Nach Hauers Deutung übernimmt die Künstlerin die Form wissenschaftlicher Modelle von Atomen und Planetensystemen, verzichtet aber auf deren Erklärungsfunktion und lässt nur den ästhetischen Wert stehen.
Zu den ausgestellten Arbeiten gehörten „Goldmine“ (2008), eine Installation aus verschiedenen Materialien von etwa 240 × 200 × 120 cm, das „Panorama“ von 2007 aus Epoxidharz, Holz und Ölfarbe sowie der „Brunnen“ (2008) mit Beton und Styropor. Von 2006 stammten „Wanderer“, unter anderem aus Moos und Epoxidharz, und „Galaxie“ mit Glitter, eine Leihgabe aus einer Londoner Privatsammlung.