- 12. Mai 2013
Im öffentlichen Raum vieler deutscher Städte ist Brouwer mit Reliefs an Fabrikfassaden und mit Kirchenfenstern vertreten. Hinzu kamen zahlreiche Bildnisse von Unternehmern und ihren Familien, die ihm den Lebensunterhalt sicherten. 2010 berichteten die Westfälischen Nachrichten von großem Interesse an seinem Werk in Krefeld. Die Frankfurter Ausstellung stellte dagegen das freie Schaffen in den Vordergrund, also Arbeiten ohne Auftraggeber, und hier vor allem die Blätter, in denen die Kuratorin seine eigentliche Bedeutung sah.
Die Kuratorin beschrieb Brouwer als Vermittler zwischen niederländischer und deutscher Kultur, der souverän zwischen Gegenstand und Abstraktion, zwischen Wort und Bild wechselte. Farbintensive Arbeiten standen neben nahezu monochromen, ausgeführt in sehr unterschiedlichen Techniken.
Zu den gezeigten Werken gehörten die Tuschzeichnung „Ohne Titel (Roter Elefant)“ von 1970, das Bleistiftblatt „Eishockeyspieler“ von 1964 (31,3 × 45,1 cm) und „Tulpe (Schiff, Tierauge)“ aus dem Jahr 1966, ebenfalls in Bleistift. Aus Privatbesitz kamen zwei Mischtechniken: ein „Porträt A.K.“ von etwa 1958 und das Gruppenbildnis „Familie H.“ von 1971 im Format 61,0 × 85,7 cm.