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  • Packhof
  • 12. Juni bis 14. August 2005

Friedemann Grieshaber: Skulpturen aus Beton und Eisenguss, Packhof 2005

Im Sommer 2005, vom 12. Juni bis 14. August, stellte der Packhof den Berliner Bildhauer Friedemann Grieshaber (Jahrgang 1968) vor. Zu sehen waren Skulpturen, Reliefs und Zeichnungen, im Zentrum standen Arbeiten aus Beton und Eisenguss. Kurator und Autor des Begleittextes war Armin Hauer, damals stellvertretender Direktor des Museums.

  • 12. Juni 2005

Grieshaber stammt aus Ravensburg in Württemberg. Bevor er Bildhauerei studierte, schloss er eine Lehre als Steinmetz ab und blieb einige Zeit im Beruf. Sein Studium begann in Stuttgart an der dortigen Staatlichen Akademie und führte ihn dann nach Berlin, erst an die Kunsthochschule Weißensee, später an die Hochschule der Künste. Unterrichtet wurde er unter anderem von Rebecca Horn, Micha Ullman und Lothar Fischer.

Seine Formen leiten sich von Grundtypen ab: Haus, Stele, Turm und die menschliche Figur in verschiedenen Graden kubistischer Vereinfachung. Hauer sah darin Anklänge an afrikanische Holzplastik, an Constantin Brancusi und an die Minimal Art, betonte aber, dass der Bildhauer anders als viele Gleichaltrige nicht mit Bildern über Bilder arbeite, sondern mit elementaren Eigenschaften von Skulptur und Architektur. Maßstab der Proportionen bleibt der menschliche Körper.

Den Beton behandelte Grieshaber unterschiedlich: Mal blieb die Oberfläche porös, grau und weiß gefleckt, mal war das Gemisch aus Kies, Zement und Wasser so gegossen, dass es kühl und glatt wie Emaille wirkt. Die rostbraune Haut der Eisengüsse gibt den kantigen Körpern dagegen etwas Weiches und Verletzliches.