- 4. November 2012
Eröffnung
Zur Vernissage am 4. November 2012 kamen 125 Besucher, darunter Künstler aus Leipzig, Berlin, Frankfurt (Oder) und Nordrhein-Westfalen, Studierende der Europa-Universität und Einwohner der Stadt. Neben der Künstlerin und der Kuratorin stand auch die Frankfurter Kämmerin Dr. C. Possardt für Gespräche bereit. Der Lokalsender FFO-TV filmte die Eröffnung.
Vom Stipendium in den Süden
Den Weg nach Frankreich ebnete 1993 die Stiftung Kulturfonds Berlin: Mit ihrer Förderung verbrachte Daemmrich ein halbes Jahr in der Provence. Seit 1994 wohnte sie im Südwesten des Landes. Der Kuratorentext führte die Leuchtkraft ihrer Farben und die opulente, dekorative Formensprache auf das grelle Licht, die Wärme, die dichte Vegetation und das zurückgezogene Leben in der Natur zurück.
Den Titel der Ausstellung las Rieger-Jähner als Beschreibung eines Gegensatzpaars, das sich in den Arbeiten durchdringe: Leichtigkeit neben existenziellem Zweifel, französisches neben deutschem Formempfinden, Sinnlichkeit neben Kalkül. Gezeigt wurden Gemälde wie „Libellen“ (2007) und „Zikaden“ (2009), beide Öl auf Leinwand im Format 150 x 180 cm, außerdem „Octopus“ (2010, 150 x 200 cm) und das „Selbstbildnis mit Wespen“ (2011, 110 x 100 cm).
Druckgrafik
Vor allem seit 1999 entstanden Radierungen und Kupferstiche, die in Motivwahl und Wucht an die Malerei anschlossen. Blumen, Landschaften, Insekten und Meerestiere erscheinen darin ebenso wie Toreros und Stiere, oft so raumgreifend, dass sie das Blatt zu sprengen scheinen. Zu den gezeigten Blättern gehörten der Kupferstich „Los toros de Burdeos“ von 1998 (30 x 40 cm) und die Kupferätzung „Irak“ von 2003 (30 x 20 cm).