- 3. März 2002
Die Auswahl knüpfte an die Personalausstellung an, mit der Halle 2001 sein malerisches Werk gewürdigt hatte. Nach Frankfurt kamen besonders eigenwillige Gemälde aus allen Schaffensphasen, kombiniert mit 25 Lithografien aus dem Besitz der Moritzburg. Der Kurator Armin Hauer sah darin einen kleinen, aber repräsentativen Querschnitt durch ein Werk, das in den Jahren zuvor etwas aus dem Blick geraten war.
Spätstart und Autodidakt
Ebert fing erst nach seiner Rückkehr aus dem Krieg an zu malen, mit über 40 Jahren, und blieb im Wesentlichen Autodidakt. Um die Familie zu ernähren, übte er bis Ende der 50er Jahre mit Unterbrechungen die verschiedensten Berufe aus. Fast legendär sind seine Jahre als Heizer der Burg Giebichenstein. Häufig wurde er deshalb als naiver Maler eingeordnet.
Bildwelten
Hauer hält diese Einordnung für zu kurz gegriffen. Er beschreibt Ebert als malenden Poeten, der eine naive Sicht bewusst anstrebte, beim Malen aber planvoll vorging. Seine Bildräume sind mal hell und beinahe impressionistisch, mal scharf perspektivisch gebaut, mal romantisch verträumt. Typisch sind schimmernde Grautöne, rotbraune Schattenzonen und leuchtende Himmel, Ergebnis langer Arbeit an jedem Bild.
Inhaltlich erzählen die Bilder von Festen, kuriosen Begebenheiten, biblischen Stoffen und von Akten, umgeben von Vorhängen und Amoretten. Diese Szenen entwickelte Ebert aus der Farbe heraus und nicht aus der Zeichnung.