RegisterOderkunst
  • 3. März bis 28. April 2002

Albert Ebert: Malerei und Lithografien des Hallenser Malerpoeten, 2002

Vom 3. März bis 28. April 2002 war dem Hallenser Maler Albert Ebert (1906–1976) eine Ausstellung gewidmet. Vier seiner Werke besaß das Museum selbst, und Besucher hatten wiederholt nach einer größeren Präsentation gefragt. Möglich wurde sie durch eine Kooperation mit der Moritzburg, der Staatlichen Galerie in Halle, und durch Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen.

  • 3. März 2002

Die Auswahl knüpfte an die Personalausstellung an, mit der Halle 2001 sein malerisches Werk gewürdigt hatte. Nach Frankfurt kamen besonders eigenwillige Gemälde aus allen Schaffensphasen, kombiniert mit 25 Lithografien aus dem Besitz der Moritzburg. Der Kurator Armin Hauer sah darin einen kleinen, aber repräsentativen Querschnitt durch ein Werk, das in den Jahren zuvor etwas aus dem Blick geraten war.

Spätstart und Autodidakt

Ebert fing erst nach seiner Rückkehr aus dem Krieg an zu malen, mit über 40 Jahren, und blieb im Wesentlichen Autodidakt. Um die Familie zu ernähren, übte er bis Ende der 50er Jahre mit Unterbrechungen die verschiedensten Berufe aus. Fast legendär sind seine Jahre als Heizer der Burg Giebichenstein. Häufig wurde er deshalb als naiver Maler eingeordnet.

Bildwelten

Hauer hält diese Einordnung für zu kurz gegriffen. Er beschreibt Ebert als malenden Poeten, der eine naive Sicht bewusst anstrebte, beim Malen aber planvoll vorging. Seine Bildräume sind mal hell und beinahe impressionistisch, mal scharf perspektivisch gebaut, mal romantisch verträumt. Typisch sind schimmernde Grautöne, rotbraune Schattenzonen und leuchtende Himmel, Ergebnis langer Arbeit an jedem Bild.

Inhaltlich erzählen die Bilder von Festen, kuriosen Begebenheiten, biblischen Stoffen und von Akten, umgeben von Vorhängen und Amoretten. Diese Szenen entwickelte Ebert aus der Farbe heraus und nicht aus der Zeichnung.