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16.11.2003 - 08.02.2004 |
CORNELIA SCHLEIME
(geb.1953,
Berlin)
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Die Arbeiten von Cornelia Schleime faszinieren den Betrachter immer wieder. Zum einen ist die optische Verführung auf das delikate malerische Können der Künstlerin zurückzuführen. Zum anderen beeindrucken die Werke durch ihre nicht zu bändigende Lust, positive optische Aspekte des Seins erkennbar zu machen. Zugleich ist aber immer als leiser Unterton im Schaffen "das Heimweh nach der verlorenen, besseren, weil schöneren Welt" festzustellen1. |
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Diese von zarter Melancholie durchdrungene Welt ist auf ihren Gemälden und Zeichnungen meist in der Vergangenheit angesiedelt. Sie zeigt sich sowohl in der Wahl der Themen als auch an den Bildvorlagen selbst. Neben alten Photos und Zeitungsdrucken dienen Film- und Videoaufnahmen sowie Postkarten als Vorlage für die Gemälde. Bei ihnen allen handelt es sich aber nicht um reale und zufällige Bilder vom Alltag, sondern es sind gestellte, beziehungsweise bearbeitete Aufnahmen, die die beste Seite des Dargestellten wieder zu geben bemüht sind. Sein Sonntagsgesicht bzw. sein repräsentativer Status sollte so betonend hervorgehoben werden. Seien es nun verschiedene Fassungen von bekannten Filmschauspielerinnen oder anonyme Modelle, wie vor allem schöne junge Nonnen und Novizinnen, die zu ihrem Themenrepertoire gehören. |
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Aber auch zahlreiche Kinderbildnisse bereichern das Darstellungsspektrum. Hinzu treten die Vertreter verschiedenster Berufe. Nicht selten wurde dabei mit gestalterischer Raffinesse die Schönheit der Frauen bzw. die Macht der Männer hervorgehoben. Parallel zur Malerei entstehen Aquarelle und farbige Zeichnungen. Ein spontaner Arbeitsprozess verbindet sich hier mit dem Aufzeichnen von Gesehenem aber auch Erlebtem und Erinnertem. Die Leichtigkeit sowie die differenzierte Motorik der Handschrift werden bei den Arbeiten auf Papier besonders deutlich erkennbar. Die Künstlerin bekennt in diesem Zusammenhang: "Das Zarte kommt besonders in den Zeichnungen zur Geltung, die intuitiv aus mir entstehen. Es bedarf eigentlich überhaupt keiner Anstrengungen. Diese Zeichnungen sind in mir, es fließt, und das ist das, was ich kann." |
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1) Annemarie Gethmann-Siefert: Das Klassische als das Utopische, in: Über das Klassische, Frankfurt a. M.1987, S. 51 |
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Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner |