Die Einrichtung wurde
1965 unter dem Namen Galerie Junge Kunst gegründet und zu Beginn der neunziger Jahre in
Museum Junge Kunst umbenannt.
Zur Zeit befinden sich über 11.000 Werke der Malerei, Handzeichnungen und Aquarelle,
Druckgrafik, Objekte, Installationen und Skulpturen sowie polnische Grafik im Besitz des
Museums. Es handelt sich bei diesem Bestand um die qualitätsvollste und differenzierteste
Sammlung von Kunst aus dem Osten Deutschlands, d. h. aus der Sowjetischen Besatzungszone
(1945 - 1949), der Deutschen Demokratischen Republik (1949 - 1990) und der
Bundesrepublik Deutschland Neue Bundesländer.
So sind in der Sammlung neben expressiven und
sachlichen Formenfindungen, neoveristische, postimpressio-nistische, aber auch
surrealistische und informelle Arbeiten ebenso wie Reflexionen über die Pop-Art sowie
Strategien der Postmoderne zu finden.
Ein repräsentativer Überblick über fünfzig Jahre Kunstentwicklung wird so immer wieder
unter neuen Blickwinkeln möglich.
Einige Künstlernamen machen das deutlich.
So beherbergt die Sammlung u. a. Gemälde von Hartwig
Ebersbach, Walter Libuda, Willy Wolff, Bernhard Heisig,
Werner Tübke, Eberhard Göschel;
Druckgrafiken u. a. von Moritz
Götze, Carlfriedrich Claus, Gerhard
Altenbourg, Michael Morgner; Objekte z. B. von
Robert Rehfeldt,
Hermann Glöckner, Georg Herold, Via Lewandowsky, Rainer Görß sowie Plastiken/Skulpturen von
Fritz Cremer, Gustav
Seitz, Rolf Biebl, Jürgen Schön, Wieland
Förster, Werner Stötzer, und
Sabine Grzimek, um nur einige Namen zu nennen.
Als besondere Sammlungskonzeption ist der Erwerb
von Arbeiten der Künstler zu nennen, die die DDR verließen oder verlassen mussten;
so. z. B. A.R. Penck, Lutz Dammbeck,
Hendrik Grimmling, Roger Loewig und Gil Schlesinger.
Hervorzuheben ist weiterhin der sich im Aufbau
befindliche Bereich mit polnischer
Grafik der Gegenwart. Zur Zeit zählen über 400 Druckgrafiken, u. a. von Jerzy
Panek,
Stanislaw Fijalkowski, Edward Dwurnik und Janina Kraupe zum Besitz des Museums.