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Gerhard Altenbourg (
d.i.Gerhard Ströch) (1926 - 1989),
Altenburg Stephanus, 1949, Lithografie,
74,8 x 50,0 cm; 50,0 x 42,cm,
erworben 1991,
Foto: MJK, Winfried Mausolf |
Max Klinger (1857
-1920), Leipzig,
Märztage I, aus dem Drama Opus IX,
1883, Radierung;
56 x 47,5cm, 42,5 x 33 cm; unbez.,
erworben 1970,
Foto: MJK, Winfried Mausolf |
George Grosz (1893 -
1959),
Berlin, New York, Vollkommene Menschen, 1920, Lithografie;
41 x 31, 27,5 x 22,5 cm;
unbezeichnet, erworben 1977,
Foto: MJK, Winfried Mausolf |
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In diesem Jahr stellt das
Frankfurter Museum Druckgrafiken aus der eigenen Sammlung vor. Dieser
Bereich Druckgrafik ist zwar der umfangreichste, jedoch vor allem aus
konservatorischen Gründen sind die lichtempfindlichen Blätter selten zu
sehen. Die letzte größere Präsentation mit Arbeiten auf Papier fand 2005
anlässlich des vierzigjährigen Bestehens des Museums statt. Jetzt wurden
aus den rund 7.000 Druckgrafiken von über 450 Künstlern cirka 180
Blätter von 25 Künstlern ausgewählt. Das Augenmerk der Auswahl lag auf
prägnanten Darstellungsweisen des Menschen sowie auf markanten
Erkundungen im Bereich von Wort und Zeichen. So stammt die älteste
Druckgrafik von Max Klinger (1857 – 1920) aus dem Jahr 1883 und die
jüngste Arbeit von Michael Geyersbach (1954) entstand 2006. |
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Abbildung links:
A. R. Penck (d. i. Ralf Winkler),
(1939), Dublin, o.T., o.J., farbiger Holzschnitt;
102,5 x 88,5 cm,
89,5 x 79 cm;
erworben 1993;
Foto: MJK, Winfried Mausolf,
Frankfurt (Oder) |
Abbildung Mitte:
Birgit Brenner
(1964), Berlin, Kleid, 2002, Fotoprint auf Alu-Dibond;
170 x 120 cm, erworben 2007,
Foto: MJK, Frankfurt (Oder) |
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Abbildung rechts:
Michael Geyersbach (
1954), Weimar/Berlin, Wall Paper,
2006,
zweiteilig, verschiedene Drucktechniken auf Folie;
je 250 x 80 cm,
Dauerleihgabe des Vereins der Freunde und Förderer des
Museums Junge
Kunst 2007,
Foto: MJK, Winfried Mausolf |
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Fast jeder deutsche Künstler aus diesem Zeitraum hat sich mit
Drucktechniken befasst, doch nur die wenigsten verstanden sich als reine
Grafiker. Käthe Kollwitz (1867-1945), Gerhard Altenbourg (1926-1989) und
Carlfriedrich Claus (1930-1998) gehören zu denen, die sich den
Herausforderungen des weißen Blattes stellten. Sie fanden im relativ
kleinen Format zu großer Meisterschaft. Von den vorgestellten Künstlern
variieren einige beeindruckend die „stilistischen Zeitgeister", andere
wiederum riefen sie mittels ihres Personalstils erst ins Kunst-Leben.
Stilprägend auf das Schaffen anderer wirkte sich zum Beispiel die
Formensprache von Max Klinger und A. R. Penck (1939) aus. |
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Aber auch
Künstler der so genannten ver-schollenen Generation, wie etwa Johannes
Wüsten (1896 – 1943) oder Hans Grundig (1901 – 1958) stellt die Sammlung
mit ausdrucksstarken Werkgruppen vor. Aber ebenso sind Entdeckungen bis
in die Gegenwart zu machen, es sei verwiesen auf Frieder Heinze (1950),
Michael Geyersbach (1954) und Birgit Brenner (1964). Doch egal, ob der
Mensch realistisch, expressiv, zeichenhaft oder popartig als typisierter
Vertreter sozialer Schichten, sozusagen als Massepartikel gedeutet wird,
oder ob er letztlich als Individuum gezeichnet wird, um schließlich in
anthropomorphen Zeichen seinen Widerhall zu finden, die Gefährdungen von
Leib und Seele durch die eigene Kultur ist das große Thema in fast allen
Kunstwerken. |
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Frieder Heinze
(1950), Börtewitz, Liebesnacht, 1983, Farbzinklithografie; 59,5
x 77 cm, 56,7 x 75 cm
erworben 1984, Foto: MJK, Seeger |
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Zur Ausstellung
erscheint ein Katalog |
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Text / Kurator: Armin Hauer |
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