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Michael Geyersbach (1954), Weimar/Berlin

 

Der Konzeptualist für gesprochene und geschriebene Zeichen untersucht im Verständnis von Ludwig Wittgenstein, Kurt Schwitters und anderen »Lautforschern« seit Jahren die verschiedenen Bedeutungsebenen und Stufen von Schrift und Sprache – von Wort und Buchstabe. Dabei nutzt er ab und an das mediale Crossover oder wählt die Minimierung des technischen Aufwandes, um verortete Sinnstiftung zu erlangen. Die Trophäen seiner Schrift- und Wortkreuzungen können auf meterlangen Folien gedruckt werden, auf dem Fußboden eines Bahnhofes die Reisenden belustigen oder verwirren, als Buchform das heimische Regal zieren oder im dadaistischen Dialekt auf Tonträger gesprochen werden. In Kooperation mit Gleichgesinnten entstehen Hörspiele. Schrift und Sprache sind für ihn das Rohmaterial, um den neben dem Informationssinn angesiedelten, sinnstiftenden Unsinn les- bzw. hörbar zu machen.

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Abb.: Wall Paper, 2006, verschiedene Drucktechniken auf Folie; Unikat; je 250 x 80 cm; Dauerleihgabe des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst 2007, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1954 geboren in Berlin | 1978 – 1983 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein in Halle/Saale | 1983 – 1990 Arbeit als Diplomdesigner | seit 1990 tätig als freier Künstler, lebt und arbeitet in Weimar und Berlin


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Deutsche Druckgrafik aus dem Zeitraum von 1883 bis 2006

 

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