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Vier Variationen zum Thema: Licht am Ende des Tunnels · 1991
»Die großen Alten bis hin zu Cézanne
und Beuys (gerade noch) standen in Zusammenhängen: Körper, Geist,
Gemeinschaft (Dreifaltigkeit). Ich muss froh sein, Körper und Geist in
Gleichgewicht zu halten; damit gehören wir schon zur Ausnahme, zu den
Sonderlingen, den Randmenschen, die sich dem gesellschaftlichen
Fleischwolf verweigern; d.h. alle, die willig mitmachen im und am Zerfall
sind Klopse! Randkunst also, destruktiv, ein wenig wehmütig, aber voller
Kraft und Sensationen.«203 Das Museum hat im Laufe der Zeit unterschiedliche Werke erwerben können. Zum Beispiel zählen dazu zwei große Filze mit Fabelwesen auf weichen Farbgründen aus dem Reich der guten Träume, mehrere Lithografien mit Liebesnachtfantasien und Tagtraumfetzen sowie der nun schon fast zu einem Museumslogo gewordene Mann (1982) aus Pappmaché, der mal zusammen mit seinem gleichgroßen Gegenüber als »Bauchredner« anlässlich von Ausstellungseröffnungen fungierte, da im Körper Lautsprecher die Reden hörbar machten.
Auffällig in diesen vier Blättern
»Licht am Ende des Tunnels« ist das laute und grotesk turbulente Agieren
der eigenwilligen Wesen, die wiederum irgendwo der Art brut und einem
Mythencocktail entlaufen sind. In den vorangegangenen Zeichnungen ging es
etwas zurückhaltender und demnach »leiser« zu. Der Einbruch einer
schrillen, nicht selten sinnlos absurden Kaufrauschwelt bedingte
vielleicht diesen Schritt zu einer noch größeren Nähe zum Comic. Heinzes
Bilder, Objekte und Installationen sind stets menschenfreundlich und
kommunikativ konzipiert. Fast keiner, der sich diesen seltsamen und
irgendwie vertrauten Wesen entziehen kann und nicht versucht, diese
Hieroglyphen eines individuellen Alphabets mit Endlosfolgen zu
dechiffrieren. Tendenziell wollen sich diese bio- und anthropomorphen
Geschöpfe im Raum verbreiten, vom Ort Besitz ergreifen und sich in ihm
verströmen. Im nun schon legendären Leipziger Herbstsalon von 1984
besetzten sie im überwältigenden Chor mit den zum Teil vollkommen
andersartigen Bildern und Objekten seiner Mitstreiter die Messehallen.206
Die Kunst brach für Tage in die Tristesse des Lebens ein und sorgte für
arge Beunruhigung. |
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