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Eva-Maria Wilde (1972), Berlin

 

In ihren Türmen nimmt sie indirekt Bezug auf den Formenschatz des Konstruktivismus. Weiterhin erhält sie Anregungen auf Reisen in die Megastädte der Welt (New York, Singapur, Hong Kong, Shanghai u. a.). Diesem urbanen Wildwuchs der Hochhäuser im Einheitsdesigns scheint keine planende Hand mehr beizukommen. Doch kann sich keiner dieser Faszination der glänzenden und spiegelnden Metropolen entziehen. Über all den tragenden und lastenden Stahlbetonskeletten zieht sich eine universelle Haut aus Glas. Nichts verweist mehr auf das, was sich dahinter abspielt. Architektur wird von außen als mehr oder weniger unstrukturiert verglaste Kuben wahrgenommen, die als räumliche Zerrspiegel das Stadtbild kommentieren. Genau diese Phänome des variierten Seriellen bilden die Grundlage für ihr konzeptuelles Formenvokabular, das den Modulen serieller Kunst nicht unähnlich ist.

Abb.:  Türme
2002, 2003, verschiedene Materialien; Turm 1: 200 x 35 x 35 cm; Turm 2: 270 x 45 x 45 cm; Schenkung der Künstlerin 2002; Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1972 geboren in Dresden | 1991 – 1997 Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1997 – 1999 Meisterschülerin bei Prof. Kerbach | lebt und arbeitet in Berlin


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TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

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