zurück

Dieter Tucholke (1934 – 2001), Berlin

 

Dieter Tucholke kann als ein Künstler bezeichnet werden, der sich nicht von den Reglementierungen seitens der DDR-Kulturbürokraten gängeln lies. Er war bis zu seinem Lebensende ein akribisch Antwortsuchendender auf die große Frage: Was kann nach dem Verlust der Utopie von einer gerechteren Gesellschaft folgen? Dabei entstanden schon in den Sechzigern Assemblagen, Collagen und Malereien, die zunächst Impulse des Informel aufnahmen und später Realitätsfragmente in Form von Fotos, Abreibungen, abbildhaften Zeichnungen sowie technischen Müll absorbierten. Vor allem die preußische Geschichte und die des 3. Reiches fanden Ende der Siebzigerjahre seine Aufmerksamkeit. Aus dem Geist des DADA und der Pop Art montierte er mannshohe, grotesk beängstigende und sogleich unterhaltsame Objekte, von dem sich ein Hauptwerk – »... zur preußischen Geschichte« im Besitz des Museums Junge Kunst befindet. Die vorgestellten Materialcollagen bewegen sich im surrealen Universum defunktionalisierter Technik.

Abb.:  Maschinerie
1970, Gips, Latex, verschiedene Materialien, Hartfaserplatte; 80 x 69 cm; erworben 1991, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1934 geboren in Berlin | 1952 – 1957 Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weisensee | 1957 freischaffend in Berlin | 2001 gestorben in Berlin


[ Zum Vergrößern der Bildansicht und Schließen der geöffneten Fenster auf das Bild klicken ! ]

zurück

TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

zum Seitenanfang