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Dieter Tucholke kann als ein Künstler bezeichnet werden, der sich
nicht von den Reglementierungen seitens der DDR-Kulturbürokraten
gängeln lies. Er war bis zu seinem Lebensende ein akribisch
Antwortsuchendender auf die große Frage: Was kann nach dem Verlust der
Utopie von einer gerechteren Gesellschaft folgen? Dabei entstanden
schon in den Sechzigern Assemblagen, Collagen und Malereien, die
zunächst Impulse des Informel aufnahmen und später Realitätsfragmente
in Form von Fotos, Abreibungen, abbildhaften Zeichnungen sowie
technischen Müll absorbierten. Vor allem die preußische Geschichte und
die des 3. Reiches fanden Ende der Siebzigerjahre seine
Aufmerksamkeit. Aus dem Geist des DADA und der Pop Art montierte er
mannshohe, grotesk beängstigende und sogleich unterhaltsame Objekte,
von dem sich ein Hauptwerk –
»...
zur preußischen Geschichte«
im Besitz des Museums Junge Kunst befindet. Die vorgestellten
Materialcollagen bewegen sich im surrealen Universum
defunktionalisierter Technik. |
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