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Jörg Jantke (1952), Frankfurt (Oder)

 

Der Maler studierte zunächst Pädagogik und arbeitete im Lehrerberuf. Schon da entstanden Bilder im Umfeld der Pop Art. 1995 verließ er diesen Beruf und wandte sich ganz der Kunst zu. Jetzt fanden reine Farben und geometrische Formen seine Aufmerksamkeit und die Gegenständlichkeit verschwand. Bleiben Form und Farbe auf der Bildfläche »übrig«, kommen die Fragen nach dem Wesen der Farben und nach deren Formen ins Spiel: Gibt es eine konkrete Form zu einer konkreten Farbe? Existiert die ultimative Farbe oder sind sie alle nur Variationen einer Idee? Problemstellungen, die in der konkreten Kunst und in der Farbfeldmalerei schon zu vielen Bildfindungen führten – und immer wieder führen werden. Jörg Jantke gibt mittels lichter Aquarelle und Objekten aus Plastikfolie seine »Antworten«. Dabei hat man das Gefühl, er visualisiert Erinnerungen an die einstige Unschuld der Farbe. Denn die sieht er vielleicht in den profanen Materialien, wie zum Beispiel im Kunstleder oder in Plastikfolien. Oder er zerstört die Illusion eines realitätsfernen Bildraumes, indem er einen Faden über das Farbfeld baumeln lässt, der zu uns hinein in das reale Leben zeigt.

Abb.:  Verliebt in Gelb
2000, Plastikfolie, Schnur, Acryl auf Kunstleder; 170 x 170 cm; erworben 2003, Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1952 geboren in Frankfurt (Oder) | 1959 – 1971 Schulbesuch | 1971 – 1975 Studium an der Humboldt-Universität Berlin | 1975 Diplom als Lehrer für Kunsterziehung und Geschichte | 1975 – 1995 Lehrer | seit 1995 freischaffend in Frankfurt (Oder)


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TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

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