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Matthias Jackisch (1958), Golberode

 

Zu seinem bisherigen Oeuvre zahlen mehr oder weniger gegenständliche Zeichnungen, Skulpturen sowie die frühen Performances und Interventionen im öffentlichen Raum. Zudem war er Mitglied der Künstlergruppe MEIER, die in Dresden Ende der Achtzigerjahre für ästhetische Verunsicherungen sorgte. Die Skulptur gehört zu einer größeren Werkgruppe aus den Jahren um 1990. Mit dieser Serie variiert er die raumgreifenden Möglichkeiten von Stein, Papier und Metallband. Hierbei bildet der Stein die Basis, von der aus sich das Band gleich Tentakeln oder Fühler in den Raum begibt und das Metall formt sich zu stabil-instabile Bogen, zu Schlaufen oder zu skelettähnlichen Gebilden. Mehrere, übereinandergelegte Papiere verbinden diese und formen sich zu fragil biomorphen Hohlformen, Segeln oder Zwischenhäuten aus. Der verwendete Leim begann schon während des Arbeitsprozesses Veränderungen im Metall und im Papier hervorzurufen, so dass Rostflecke und Verwerfungen den surrealen Gebilden die Eigenart der Verletzbarkeit sowie des »Alterns« geben. Eventuelle Luftbewe-gungen bringen sie zudem zum sanften Schwingen und lassen sie für Momente »aus- und einatmen«.

Abb.:  Skulptur
1990, Stein, Papier, Metall; 92 x 29 x 49 cm; erworben 1990, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1958 geboren in Oschatz | 1977 – 1981 Steinmetzlehre in Dresden | 1981 – 1986 Studium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1985 – 1990 Gruppe Meier (Tobias Stengel, Christian Spate) | lebt und arbeitet in Golberode


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TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

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