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Günther Hornig (1937), Dresden |
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»Komplizierte
Beziehungsgefüge versuche ich durch kontinuierliche Befragungen
langsam in den Zustand eines Strukturzusammenhanges zu bringen. Die
Beziehung zwischen Detailform und Strukturgefüge nämlich – das Wie
dieser Aktivitäten – erscheint mir höchst von Bedeutung.«*
Der Turm aus dem Jahr 1986 gehört zu einer Werkreihe, die sich mit
diesem künstlerischen Hauptanliegen Chaos/Ordnung und Farbe/Form
beschäftigt. Die Farbigkeit wird auf die Primarfarben Rot, Gelb, Blau
sowie auf die Nichtfarben Schwarz/Weis reduziert. Das
Konstruktions-prinzip basiert auf dem rechten Winkel, auf den Maximen
der losen Reihung, der variablen Seriellität und der vertikalen
Flachenschichtung im Raum. Gunther Hornig greift gleich einer Hommage
an die holländische De-Stijl-Bewegung, das neoplastizistische
Grundvokabular auf und transformiert es in den Raum hinein. Durch den
Verzicht auf eine Hauptansicht
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ist der Betrachter gewissermaßen standortlos und kann sich für eine gewisse Zeit die unzähligen
Bildvarianten ersehen.
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Günther Hornig, Katalog, Berlin 1994, S. 64 |
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Abb.: Turm
1986,
Pappe, Farbe; 160 x 30 x 30 cm; erworben 1992, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin |
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| 1937
geboren in Bitterfeld
| 1954 – 1957
Lehre als Theatermaler
und Bühnenbildassistent
| 1957 – 1962
Studium an der
Hochschule für Bildende Künste Dresden
| 1966 – 1967
Malsaalvorstand am
Theater Senftenberg
| 1967 – 1993
Lehrer und HS-Dienst
an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
| 1993 – 2003
Professor ebenda
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lebt und arbeitet in
Dresden |
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TENDENZ ABSTRAKT -
22.08.2010 - 10.10.2010 |
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