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Jürgen Gustav Haase (1947), Berlin

 

Der Maler studierte in Leipzig an der Hochschule für Grafik und Buchkunst und entzog sich der dort vorherrschenden narrativen Figuration, indem er sich unter anderem mit dem abstrakten Expressionismus und mit der fabulierenden Welt von Paul Klee (1879 – 1940) auseinandersetzte. Vielleicht interessierte ihn am amerika-nischen Expressionismus die flächig-räumliche Farbigkeit, die nicht im unstrukturierten Rauschen versinkt, sondern zu seinen grafischen Zeichen und piktogrammartigen Kürzeln einen emotionalen Resonanzraum bildet. Dabei kann sein mal mehr oder weniger starker Farbauftrag sowohl expressiv und spontan, als auch kalkulierend differenziert erfolgen. Jedoch erreicht er mit den verschiedenen malerischen Strategien fast immer eine meditative Balance zwischen einer den Betrachter umfangenden gezügelten Emotionalität und den enigmatisch archaisierenden Einschreibungen. Seine hintersinnig ironischen Holzobjekte, Collagen und Assemblagen aus Fundstucken nehmen den Aspekt des Rätselhaften auf und tragen ihn in den Raum hinein.

Abb.:  Ohne Titel (Sommerbild)
1986, Öl auf Leinwand; 140 x 140 cm; erworben 1991; Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1947 geboren in Oderberg/Havel | 1954 – 1964 Polytechnische Oberschule | 1964 – 1967 Lehre als Stahlschiffbauer | 1970 – 1975 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | 1987 Übersiedlung nach Berlin/West | lebt in Berlin


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TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

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