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Matthias Geitel (1962), Berlin

 

Unter der Bezeichnung »ANONYMUS II – Variationen der einfachen Linie« entfaltet sich seit über zehn Jahren das frappierend in sich stringente, zeichnerische Werk von Matthias Geitel. Er geht mit einer subjektiven Objektivität vor und entwirft zu unserer Schrift- und Zeichenwelt ein eigenes Zeichensystem. Es besteht aus abstrakten Piktogrammen, aus z. T. floralen Ornamenten, aus rationalen grafischen Kürzeln oder aus unzähligen Abstraktionsstufen eines fotografierten Motivs. Die Linie ist für ihn die universelle Form, um mit ihr die Sicht- und Denkbarkeit der Welt in ein persönliches, visuelles System zu bringen. Sein gigantisches Konzept von einer subjektiven Schrift- und Zeichensprache wirkt  auf  uns  zunächst  verwirrend, um  dann  intensiv seine

Faszination des Einmaligen zu entfalten. Mit diesem Lebens-Arbeits-Werk versucht der vor ein paar Jahren aus Erfurt nach Berlin gezogene Konzeptkünstler, sich gegen die kommunikative Vermassung zu behaupten, indem er seine private, semantische Lexik aufstellt und uns an ihr teilhaben lässt.

Abb.:  ANONYMUS pi
2005, Pixelplatten 42teilig; Digitaldruck auf Kunststoff; je Platte 55 x 55 cm; erworben 2008; Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)


| 1962 geboren in Jena | 1983 – 1988 Studium an der TH Ilmenau; Diplom-Ingenieur | lebt und arbeitet in Berlin


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TENDENZ ABSTRAKT - 22.08.2010 - 10.10.2010

 

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