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RATHAUSHALLE / FESTSAAL
22.05.2005 - 31.07.2005

FRANCISCO DE GOYA
 
(1746 - 1828), Madrid

Die Radierzyklen von Francisco de Goya:
Los Caprichos (1793-1799), Los Desastres de la guerra (1808-1823),
Los Disparates (1815-1819), La Tauromaquia (1815)
Aus der Sammlung Richard H. Mayer, Bamberg
In Zusammenarbeit mit den Kunstgalerien Böttingerhaus, Bamberg

zu den Lebensdaten des Künstlers

Zu den Lebensdaten des Künstlers Francisco de Goya

zu den Lebensdaten des Künstlers


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Francisco de Goya nimmt innerhalb der Weltkunst nicht allein eine herausragende Stellung ein, er bleibt eine singuläre Erscheinung. Als Zeitgenosse Goethes war auch er der Aufklärung verpflichtet. Dennoch bildete Goya zu jenem Klassiker eines idealisierenden Zeitalters den diametralen Gegenpol. Die Grenzen des Barock überschreitend und dennoch in wesentlichem Maße von den spezifisch spanisch mittelalterlichen Vorstellungen durchdrungen, kann er als Wegbereiter der Moderne angesehen werden. Die Neuerungen der Themen und Inhalte seiner Kunst sind bei ihm mit der Innovation der grafischen Techniken verbunden. Unsere Ausstellung macht mit dem grafischen Schaffen durch seine 4 Radierzyklen, welche insgesamt 222 Blätter umfassen, auf einmalige Weise vertraut. Während Goya in seinen Caprichos (Launen, verblüffende Einfälle), Gesellschaftssatire mit dämonisch alptraumhaften Phantasien verband, setzt er sich bei den Desastres de la Guerra (Schrecken des Krieges) mit Erlebtem und von Zeitzeugen übermitteltem, d.h. mit Erschießungen, Vergewaltigungen, Verstümmelungen als Kriegsfolgen auseinander, wobei Täter und Opfer  oft  nicht  voneinander   zu  unterscheiden  sind.  Die Los  Disparates (Torheiten,

Absurditäten)  verbinden  noch  zugespitzter  Fremdartiges  und Vertrautes in traumatischer Rätselhaftigkeit. Vom Stierkampf besessen, schuf er in seinem grafischen Spätwerk die Folge „La Tauromaquia" (Die Kunst des Stierkampfes).

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Tauromaquia 20:
"Wendigkeit und Waghalsigkeit des
Juanito Apinani in der Arena von Madrid"

Capricho 1:
"Francisco Goya y Lucientes, Maler"

 

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Disparate 7:
"Torheit der Ehe"

Capricho 43:
"Der Schlaf der Vernunft
gebiert Ungeheuer"

 

Zahlreiche Künstler, unter ihnen auch Picasso und Dali, setzten sich mit dem Radierwerk Goyas auseinander. Aber auch heute besitzt gerade seine Grafik eine faszinierende Anziehungskraft. Einer der Gründe hierfür mag auch darin zu sehen sein, dass der Künstler mit kaum zu überbietender Dramatik und Drastik auf künstlerisch einmalige Weise wesentliche Fragen der Moral, Psychologie, Ästhetik und Politik ansprach, die noch heute nichts von ihrer Aktualität eingebüßt haben.

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Desastre 39:
"Heldentat! Mit Toten!"

Kuratorin / Text:
Prof. Dr. Brigitte Rieger-Jähner

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit allen 222 Grafiken und Erklärungen.
Er umfasst 450 Seiten und kann zum Preis von 28,00 Euro erworben werden.

Gefördert mit Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur
des Landes Brandenburg und der Stadt Frankfurt (Oder)

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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr

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