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Da sich die Kunst
der MODERNE in besonderem Maße sowohl mit der Formensprache
als auch mit dem Inhalt der Werke mittelalterlicher Kunst
auseinandergesetzt hat, ist es eine besondere Freude, im
Museums Junge Kunst die mittelalterlichen Glasmalereien des
Antichristfensters aus dem dritten Viertel des 14. Jahrhunderts zu zeigen.
2007 werden sie als eines von drei Fenstern, d.h., begleitet
vom Schöpfungs- und vom Christusfenster, in
St. Marien zu
sehen sein. Die Architektur des gotischen und in der
Renaissance eingewölbten Ausstellungsraumes sowie die
unmittelbare Nähe von St. Marien lassen diese Präsentation so
zu einem besonderen Ereignis werden. Hinzu kommt, dass die 39
Szenen der Antichristlegende in der Kunstgeschichte einmalig
sind. So ist dieses Fenster das stilistisch und ikonografisch
rätselhafteste und nicht zuletzt faszinierendste der 3 Fenster. |
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Antichristfenster,
Feld s II 2a
Antichrist als Wanderprediger |
Antichristfenster,
Feld s II 2b
Antichrist predigt im Tempel |
Antichristfenster,
Feld s II 3b
Weitergabe des Goldes |
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Zum Vergrößern der
Ansichten und für Bildinformationen auf die Bilder klicken |
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Aber man kann nicht allein seine farbenprächtigen
Scheiben in Augenhöhe bewundern, kurze theologische und
restauratorische Texte erklären Inhalt und Restaurierung. Aber
auch eine Einführung in die Bibel- und Zeitgeschichte, ein
Hinweis auf die Symbolik der Fester und ihrer Farben und auf
die dort gezeigten Gewänder lassen den Betrachter in die Welt
des Mittelalters eintauchen. Man kann in unserer Ausstellung
aber auch Näheres über den Antijudaismus von seinen Anfängen
bis zur Fertigstellung der Fenster erfahren oder sich über die
Vita des Antichristen informieren. Mit seinem wechselnden
Äußeren und seinen falschen Wundern versuchte dieser, die
Gläubigen zu täuschen und seiner Macht zu unterwerfen.
Fotografien sämtlicher Darstellungen der hochgotischen Taufe
mit erklärenden Texten, die parallel zum Antichristfenster
entstand und in St. Gertraud zu sehen ist, ergänzt das Bild
ebenso wie Materialien und Erläuterungen zur Restaurierung. Im
Hochgotischen Festsaal wird darüber hinaus die Möglichkeit zu
Vorträgen und der Auseinandersetzung mit dem Thema "Das Böse"
gegeben. Zitate der Bibel, aber auch Kurztexte von Philosophen
und Schriftstellern fordern den Besucher geradezu zur
Reflektion zu diesem Thema heraus. |
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von Restauratorin
Sandra Meinung
restauriertes Feld "Feuerzauber" |
aus "Hartmann
Schedel, Weltchronik,
Kolorierte Gesamtausgabe von 1493" |
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Zu der Ausstellung
erscheint der Katalog "Das spätgotische Antichristfenster"
der Katalog umfasst 72 Seiten - Inhaltsverzeichnis [
PDF-Datei/418kB ]
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Hauptsponsor Sparkasse Oder-Spree in
Frankfurt (Oder) |
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Förderverein St.
Marienkirche Frankfurt (Oder) e.V. |
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