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Cornelia Schleime (1953), Berlin

 

Die Bilder der Künstlerin faszinieren den Betrachter vor allem durch das delikate malerische Können wie durch ihre Lust, positive optische Aspekte des Seins erkennbar zu machen. Doch diese von zarter Melancholie durchdrungene Welt ist meist in der Vergangenheit angesiedelt. Neben alten Photos und Zeitungsdrucken dienen der Künstlerin Film- und Videoaufnahmen sowie Postkarten als Bildvorlage. Dabei sind es immer gestellte, bearbeitete Aufnahmen, die die beste Seite des Dargestellten wiederzugeben bemüht sind. Sein Sonntagsgesicht bzw. der repräsentative Status sollen hervorgehoben werden. Neben anonymen Modellen von Kindern sind es bekannte Filmschauspielerinnen, schöne junge Nonnen und Novizinnen sowie Vertreter verschiedenster Berufe, die mit gestalterischer Raffinesse die Schönheit der Frauen bzw. die Macht der Männer hervorzuheben erstehen.
 ¬ B. R.-J.

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Abb.: Bernadette, 2002, Acryl, Schelllak, Asphaltlack auf Leinen; 200 x 160 cm, erworben 2004, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1953 geboren in Berlin-Ost | 1970 – 1975 Friseurlehre, Studium der Maskenbildnerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden | 1975 – 1980 Studium der Malerei und Grafik ebd. | 1981 Ausstellungsverbot | 1984 Ausreise aus der DDR | Seither in Berlin-West lebend


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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