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Hans Scheuerecker (1951), Cottbus

 

Hans Scheuerecker zählt mit zu denen, die in den späten Siebzigern und Achtzigern als Autodidakten ihre damals unkonventionellen Wege gingen. Sie wandten sich einer expressiven Formensprache zu, scherten sich nicht um Diskussionen um einen (sozialistischen) Realismus. Dafür inszenierten sie das gezügelte Prinzip des Dionysischen. Es entstanden Körperbemalungen zu nervig-aggressiven Klängen von Freejazzern und Malaktionen auf riesigen Folien. In dieser Zeit kultivierte er seine Neigung zur sensibel gesetzten Linie sowie zum effektvollen schwarz-weiß Kontrast. Aus

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dieser expressiv-zeichenhaften schwarz-weißen Phase stammt die Installation. Der Künstler hat sich auch in anderen Installationen dem Tanz zugewandt und u. a. entstand eine Hommage an die Tänzerin Pina Pausch. Es ist wahrscheinlich, dass »Der letzte Tanz« in diesem Zusammenhang gesehen werden kann. ¬ A. H.

Abb.: Der letzte Tanz, um 1988, Latex, Sperrholz; Kopf 120 × 80 cm, Figur schwarz 170 × 90 cm, Figur 210 × 60 cm, erworben 1990, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1951 geboren in Römhild (Thüringen) | 1976 – 1969 Lehre und Arbeit als Elektromonteur | 1969 – 1971 Wehrdienst | 1971 Übersiedlung nach Cottbus | 1973 – 1979 verschiedene Jobs | seit 1979 lebt und arbeitet in Cottbus


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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