zurück

Ingo Regel (1951), Leipzig

 

In den Achtzigerjahren löste sich seine Malerei von einer figürlichen Darstellung. Nur noch andeutungsweise waren Gestalten zu sehen, denen man schwerlich diese oder jene Handlung unterstellen konnte. Ihn interessierte immer stärker der Eigenausdruck von eindeutig – uneindeutig expressiven Zeichen und einer leuchtenden Farbigkeit. Jetzt suggeriert der Bildgrund keine Tiefe mehr, er wird zur dunkel- oder helltonigen Folie für die sich darüber tummelnden Formen. Kurvaturen, Bögen, Halbkreise und Vielecke streben nach außen, wollen das starre Bilderviereck verlassen oder es zumindest in ihrem Ausdruckssinne deformieren. Diesen Impuls nahm der Maler um 1990 auf und baute vieleckige und – bogige Bildkörper, die schon allein vom Namen her auf die Loslösung von Wandflächen schließen lassen: Archeflügel, Buntflügel oder Windsbraut. Aus dieser Phase konnte das Museum 1993 zwei wesentliche Arbeiten erwerben.
¬ A. H.

Ansicht vergrößern

Abb.: Buntflügel I, 1991, Metall, Papier, Farbe; 258 × 154 × 36 cm, erworben 1993, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin


| 1951 geboren in Kiebitz/Sachsen, aufgewachsen in Greifswald | 1970 Abitur | 1972 Übersiedlung nach Leipzig | 1972 – 1977 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig | seit 1972 freischaffend in Leipzig


[ Zum Vergrößern der Bildansicht und Schließen der geöffneten Fenster auf das Bild klicken ! ]

zurück

STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

zum Seitenanfang