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RATHAUSHALLE / FESTSAAL
Marktplatz 1
20.07.2008 - 11.01.2009

STANDPUNKTE II  1986 - 2006
Malerei, Plastik, Grafik
aus der Sammlung des Museums Junge Kunst

BĀLAVAT (d.i. Eckehard Böttrich) (1937); Stephan Balkenhol (1957) ; Rolf Biebl (1951) ;
Norbert Bisky (1970) ; Mariola Brillowska (1961), Kurt Buchwald (1953); Moritz Götze (1964);
Harald Reiner Gratz (1961); Kerstin Grimm (1956); Hans Hendrik Grimmling (1947); Peter Herrmann (1937);
MK Kähne (1963); Klaus Killisch (1959); Uwe Kowski (1963); Via Lewandowsky (1963);
Walter Libuda (1950); A. R. Penck (Ralf Winkler) (1939); Neo Rauch (1960); Ingo Regel (1951);
Heidrun Rueda (1960); Karin Sakrowski (1942); Hans Scheib (1949); Hans Scheuerecker (1951);
Cornelia Schleime (1953); ZWINGER (Thorsten Zwinger) (1962)

Für Informationen über die Künstler/innen und ihre Werke auf die Namen klicken

Texte vom III. Öffentlichen-Live-Schreiben während der Kurzen Nacht der Frankfurter Museen
am 5. September 2008 in Frankfurt (Oder), Museum Junge Kunst, Rathaushalle.

zu den Texten


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NEO RAUCH (1960), Leipzig;
Sog, 1993, Öl auf Papier, 292 x 299 cm, erworben 1995,
Foto: Bernd Kuhnert, Berlin

A. R. Penck (Ralf Winkler) (1939), Düsseldorf, Köln, Dublin,
London; Schritt ins Ungewisse, 1994,
Öl auf Leinwand, 200 x 300 cm, Schenkung 1995 von A. R. Penck und der Sparkasse Oder Spree, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin

Die vorangegangene Ausstellung - STANDPUNKTE I – widmete sich dem Zeitraum von 1945 bis 1985. Sie stellte 21 Maler bzw. Zeichner und 7 Bildhauer vor. Sie alle reagierten auf höchst unterschiedliche Weise auf die unmittelbare Nachkriegszeit und auf die Zeit der real existierenden sozialistischen Diktatur. Spätimpressionistische Gegenwelten, subtile Psychogramme auf die Versehrtheit von Physis und Psyche, Expressives, Realistisches und Surreales ergaben einen spannungsvollen Diskurs.

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Harald Reiner Gratz (1962), Schmalkalden;
Short hello and long good by I -V, 2002,
Öl/Leinwand, 100 x 120 cm, erworben 2002,
Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)

ZWINGER (d. i.Thorsten Zwinger) (1962), Greifswald;
Ellen Dallon, 2005/06, Fotoinstallation,
circa 170 x 1000 x 60 cm,
Dauerleihgabe des Vereins der Freunde
und Förderer des Museums Junge Kunst 2007,
Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)

 

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Abb. links: Uwe Kowski (1964), Leipzig; Trophäe, 1994, Ahorn,
Kopf Durchmesser: 44 cm, Bein gestreckt: 129 x 30 x 30 cm,
Bein angewinkelt: 157 x 32 x 30 cm,  erworben 1995,
Foto Bernd Kuhnert, Berlin

Stephan Balkenhol (1957), Karlsruhe, Meisenthal;
Porträt 2003, Pappelholz;
200 x 83 x 46 cm
Schenkung Sammlung Becker 2003,
Foto: Winfried Mausolf, Frankfurt (Oder)

Abb. Mitte: Hans Scheuerecker (1951), Cottbus, Der letzte Tanz, um 1988, Latex, Sperrholz, Kopf 120 x 80 cm; Figur schwarz 170 x 90 cm;
Figur 210 x 60 cm, erworben 1990, Foto: Bernd Kuhnert, Berlin

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Cornelia Schleime (1953), Berlin;
Bernadette,2002, Acryl, Schelllak, Asphaltlack auf Leinen,
200 x 160cm, erworben 2004,
Foto: Bernd Kuhnert, Berlin

Diese stilistische Vielgestaltigkeit findet im zweiten Teil der Ausstellung in den rund 60 Bildern, Plastiken und Objekten von 25 Künstlern ihre Fortsetzung. Auch hier wird auf ein thematisch vorgegebenes Konzept verzichtet, um höchst unterschiedliche, ja auch sich gegenseitig wieder aufhebende konträre Positionen vorzustellen. Diese Kunstwerke können uns in existenzielle Ängste und Sehnsüchte Einblicke geben, können ironisch Männer- und Frauenrollen hinterfragen und sich in der Sprache des Comics mit den Verheißungen vom ewigen Glück beschäftigen. Einige Maler setzen sich mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinander, wie zum Beispiel mit dem linken Terrorismus, der Wiedervereinigungen oder mit dem kollektiven Drama des Deutschseins. Andere wiederum sehen im heutigen Menschenbild eine Ansammlung von medialen Klischees und kollektiven Gesten. Expressiv Zeichenhaftes trifft, mal verspielt und mal fast gewalttätig, auf die differenziertesten Spielarten des Figurativen: doppelbödige Sinnschichten stehen klaren Botschaften gegenüber. Der Betrachter findet sich in dieser Ausstellung einer Situation gegenüber, die er aus dem Leben kennt: Er muss beobachten und vergleichen, um nicht die Orientierung zu verlieren.

Video-Sequenz von der Eröffnung der Ausstellung am 20.07.208  [ Internetfernsehen RÖMER TV ]

Fotos von der Ausstellungseröffnung am 20.07.2008 in der Rathaushalle [ Fotos: Ingo Kallies  ]

Text / Kuratoren: Prof. Dr. Rieger-Jähner / Armin Hauer


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Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag  von 11.00 bis 17.00 Uhr

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