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Klaus Killisch (1959), Berlin

 

Klaus Killisch gehört zu den Künstlern der Postmoderne, die sich durch die optisch nachdrückliche Vehemenz ihrer Werke von der Beliebigkeit eines variantenreichen Zitierens und Konterkarierens der Kunstgeschichte abzusetzen verstehen. So weiß er mit traumwandlerischer Sicherheit die Balance der »Doppelkodierung « von Elitär und Populär, Alt und Neu zu halten und diese auf seinen Bildern und Installationen spannungsvoll miteinander zu verbinden. Ob es nun die Fiktion vom dionysisch coolen Supermann aus vergangener Zeit ist, der sich dem Betrachter in einem expressiv intensiven Farbfeuerwerk darbietet oder ob es seine zahlreichen Installationen sind, in denen auch die Mobilität durch das Internet nicht ausgespart bleibt. Immer ist es die Unvereinbarkeit der Geschlechter, die vom Künstler ebenso optisch hinterfragt  wird, wie die  dominante Stellung  des  Mannes  in  diesem Kampf.

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Doch letztlich prägt der laute, turbulente und intensive Rhythmus der Metropole seine Arbeiten, der den schnellen Wechsel widerstrebender Empfindungen nachvollziehbar macht, von denen unser Alltag bestimmt wird. ¬ B. R.-J.

Abb.: Krieger und Helme, Collage und Tuschezeichnung auf Papier; je 63 × 44 cm, Dauerleihgabe des Vereins der Freunde und Förderer des Museums Junge Kunst, Foto: Klaus Killisch, Berlin


| 1959 geboren in Wurzen | 1981 – 1986 Studium der Malerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee bei Heinrich Tessmer und Dieter Goltzsche | lebt und arbeitet in Berlin


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STANDPUNKTE II  1986 - 2006

 

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